Staufen (kobinet)
Das ist eine Satire.
Satire ist eine besondere Art von Kunst.
Satire macht sich lustig über Menschen oder Dinge.
Die Geschichte ist nicht wahr.
Weis hat sie erfunden.
Er will damit Kritik üben.
Ein Kolumnist hat diese Geschichte geschrieben.
Ein Kolumnist schreibt regel-mäßig für eine Zeitung.
Er schreibt seine eigene Meinung.
Sein Name ist Weis.
Weis schreibt über den Verfassungs-Schutz.
Der Verfassungs-Schutz hat das Kobi-Netz besucht.
Das Kobi-Netz ist ein Büro.
Dort arbeiten Menschen mit Behinderung zusammen.
Der Verfassungs-Schutz ist eine Behörde.
Eine Behörde ist eine Stelle des Staates.
Dort arbeiten Menschen für die Bürger.
Der Verfassungs-Schutz schützt die Demokratie.
Demokratie bedeutet: Alle Menschen dürfen mit-entscheiden.
Die Menschen wählen ihre Regierung.
Die Regierung muss auf die Menschen hören.
Die Behörde hat nach gefährlicher Software gesucht.
Sie hat keine gefährliche Software gefunden.
Der Verfassungs-Schutz hat auch die ISL besucht.
ISL bedeutet: Institut für Selbst-bestimmtes Leben.
Dort arbeiten Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Die Menschen setzen sich für ihre Rechte ein.
Der Verfassungs-Schutz hat ihnen eine Medaille gegeben.
Eine Medaille ist eine runde Aus-zeichnung aus Metall.
Die Medaille bedeutet: Ihr macht gute Arbeit.
Die Menschen haben sich sehr gefreut.
Die Menschen haben gefeiert.
Die Medaille hat aber eine Bedingung.
Eine Bedingung ist eine wichtige Regel.
Ohne diese Regel geht etwas nicht.
Die Bedingung ist: Die Menschen dürfen nur über Behinderten-Politik reden.
Über Krieg dürfen die Menschen nicht reden.
Über den Klima-Wandel dürfen die Menschen auch nicht reden.
Beim Klima-Wandel verändert sich das Wetter auf der Erde.
Es wird immer wärmer auf der Erde.
Weis schreibt: Das ist nicht fair.
Weis denkt auch an Raul Krauthausen.
Krauthausen ist ein bekannter Behinderten-Aktivist.
Ein Aktivist kämpft für Veränderungen in der Gesellschaft.
Krauthausen will, dass das Leben für alle besser wird.
Krauthausen wählt seine Worte sehr genau.
Weis schreibt: Auch Krauthausen hat bestimmt eine Medaille bekommen.
Jetzt beginnt ein Traum von Weis.
Es klingelt plötzlich an der Tür.
Weis erschrickt sich sehr.
Weis denkt: Der Verfassungs-Schutz ist da!
Weis öffnet die Tür.
Weis sieht Beamte mit Waffen.
Weis sieht auch Hunde.
Das war nur ein Traum.
Der Traum ist nicht wirklich passiert.
Der Wecker von Weis hat geklingelt.
Foto: Ralph Milewski
Staufen (kobinet)
Die Hoodies vom Verfassungsschutz haben heute früh das Kobi-Netz gehackt und dessen federführende KI-Autorenassistenten auf verfassungsfeindliche Schadsoftware hin durchsucht. Und fanden keine. Das Mindset des KI-Assistenten muss nicht ausgetauscht werden. – Anders könnte es sich beim selbsternannten Durchblicker-Kolumnisten Weis verhalten, vermutlich ebenfalls im Visier der Verfassungsschützer. Bislang haben ihn die gesichert verfassungskonformen Redaktionskollegen durch konsequente Dialogverweigerung und Debattenblockade noch erfolgreich einhegen können. Allerdings wie lange noch. Wenn so was total Verrücktes wie heute früh passiert und Kolumnist Weis als einziger darüber berichtet, dann stürzen sich alle auf die kobinet-Nachrichten und können gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Wo überall an behindertenpolitischen Brennpunkten Verfassungsschützer noch zugeschlagen haben
Ungefähr zur gleichen Zeit heute früh stattete der Verfassungsschutz auch der ISL-Zentrale und etlichen anderen Behindertenselbstvertretungen einen Besuch ab. Eine Nachricht, die an sich im Kopfkino eines Behinderten wie mir nur dieses eine Bild erzeugt: Beamte des Verfassungsschutzes Auge in Auge mit der institutionalisierten Interessenvertretung "Selbstbestimmt leben"! Ultimativer Showdown! – Aber nein, ich liege komplett falsch. Die Beamten sind unbewaffnet als sie sich ohne Hunde Zutritt verschaffen. Einzig, um dem zunächst verdutzten, dann aber freudig überraschten professionellen Leitungsteam die ihm von Bundespräsident Steinmeier spontan und unbürokratisch und überdies kostenneutral zuerkannte "Unbedenklichkeitsmedaille " mit Systemverträglichkeitszertifikat zu überreichen. Was der Behindertenhilfe-Selbstvertretung schwarz auf weiß ihre Systemverträglichkeit bescheinigt. Woraufhin sich in dieser vom Verfassungsschutz beehrten behindertenpolitischen Niederlassung so etwas wie eine "Sternstunde der liberalen Demokratie" abspielt. Sektgläser klirren, Partygebäck und kleine Häppchen werden gereicht. Man sei "völlig aus dem Häuschen gewesen", wie von Teilnehmerinnen, sogenannte Bilforsch- Thinktankerinnen vom isl-eigenen Denkpanzer, der Kobinetredaktion aus erster Hand am späten Vormittag mitgeteilt wurde.
Die spektakuläre Verleihung der politischen "Unbedenklichkeitsmedaille" mit zertifizierter Systemverträglichkeitsbescheinigung ist selbstverständlich an eine entscheidende Bedingung geknüpft: Dass mit der "Selbstinstitutionalisierung" der Behindertenbewegung weiterhin deren "Befriedung" (wie sich Udo Sierck ausdrückt, Behinderten-Bewegungshistoriograph) einhergeht und garantiert bleibt. Das heißt, dass man sich behindertenpolitisch bitteschön strikt auf Lobbyarbeit bzw. Klientelpolitik (Antidiskriminierung, Barriereabbau, soziale Teilhabe und ein Platz auf dem "allgemeinen Arbeitsmarkt") beschränkt. Folglich über Rüstung und Kriegsvorbereitung kein kritisches Wort verliert und einen systemverursachten klimakatastrophischen Hitzesommer (mit Waldbränden und ausgetrockneten Gewässern europaweit und tausenden von Hitzetoten) schicksalsergeben hinnimmt und klaglos über sich ergehen lässt.
Ob Hitze oder Krieg – stillhalten, nicht anecken, sich politisch nicht exponieren, da zu komplex, besser kein Wort als ein falsches, das den "olivgrünen Burgfrieden" stört oder die Herrschaftsverhältnisse von Grund auf infrage stellt; keinesfalls "das System sprengen", realpolitisch ein Teil davon werden! So halten es auch, so weit ich sehe, die behindertenpolitisch vorbildlich aufgestellten "Sozialhelden" und ihr Chef und Mastermind Raul Krauthausen. Auch bei ihnen dürfte daher heute früh eine Verfassungsschutzabordnung mit der "Unbedenklichkeitsmedaille" vorstellig geworden sein. Und die Bundesbehörde (Bundesamt für Verfassungsschutz) wird Frau Maischberger grünes Licht gegeben haben, Krauthausen ein weiteres Mal in ihre ARD-TV-Talkshow einzuladen, könne man bei ihm doch sicher sein, dass er dort garantiert nichts Falsches sagt. – Ich selber hatte schon einmal den ehrlichen Impuls, Raul Krauthausen für seine unbestreitbaren behindertenpolitischen Verdienste den Ehrentitel "Raul der Erste" zu verleihen oder schlicht "King Krauthausen". Wofür er mich jedoch schroff zurecht gewiesen hat. Ich nehme an, weil er sich lieber als "Primus unter Parias", Behinderten-Parias, versteht.
Alarm oder wie ich soeben in Echtzeit in die Realität katapultiert werde.
Ich sinniere darüber, was sich heute früh zugetragen hat und in diesem Augenblick klingelt es an meiner Wohnungstür. Was sage ich, es läutet Sturm! Reflexartig stürze ich in den Flur und reiße die Wohnungstür auf. Draußen stehen eine Abteilung schwerbewaffneter Verfassungsschutz und eine Hundestaffel. Der King Krauthausen-Kalauer war zu viel, schießt es mir durch den Kopf, sie ziehen dich aus dem Verkehr ...
… und so wäre es gewiss auch geschehen, hätte ich nicht eine Schrecksekunde darauf realisiert, dass es nicht an meiner Wohnungstür geläutet hat, sondern lediglich mein Wecker geklingelt hat. Es war alles also nur ein böser Traum, was ich da verzapft habe. Ein gesichert verfassungsfeindliches Delirium, das mirder Verfassungsschutz nie verzeihen wird. Dies ist jedoch der Preis, den einer wie ich zu zahlen hat: Wer sich in seichten Sommerlöchern suhlt, dekompensiert allzu leicht und dann passiert derlei Unfug.
Foto: Ralph Milewski
Staufen (kobinet)
Die Hoodies vom Verfassungsschutz haben heute früh das Kobi-Netz gehackt und dessen federführende KI-Autorenassistenten auf verfassungsfeindliche Schadsoftware hin durchsucht. Und fanden keine. Das Mindset des KI-Assistenten muss nicht ausgetauscht werden. – Anders könnte es sich beim selbsternannten Durchblicker-Kolumnisten Weis verhalten, vermutlich ebenfalls im Visier der Verfassungsschützer. Bislang haben ihn die gesichert verfassungskonformen Redaktionskollegen durch konsequente Dialogverweigerung und Debattenblockade noch erfolgreich einhegen können. Allerdings wie lange noch. Wenn so was total Verrücktes wie heute früh passiert und Kolumnist Weis als einziger darüber berichtet, dann stürzen sich alle auf die kobinet-Nachrichten und können gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Wo überall an behindertenpolitischen Brennpunkten Verfassungsschützer noch zugeschlagen haben
Ungefähr zur gleichen Zeit heute früh stattete der Verfassungsschutz auch der ISL-Zentrale und etlichen anderen Behindertenselbstvertretungen einen Besuch ab. Eine Nachricht, die an sich im Kopfkino eines Behinderten wie mir nur dieses eine Bild erzeugt: Beamte des Verfassungsschutzes Auge in Auge mit der institutionalisierten Interessenvertretung "Selbstbestimmt leben"! Ultimativer Showdown! – Aber nein, ich liege komplett falsch. Die Beamten sind unbewaffnet als sie sich ohne Hunde Zutritt verschaffen. Einzig, um dem zunächst verdutzten, dann aber freudig überraschten professionellen Leitungsteam die ihm von Bundespräsident Steinmeier spontan und unbürokratisch und überdies kostenneutral zuerkannte "Unbedenklichkeitsmedaille " mit Systemverträglichkeitszertifikat zu überreichen. Was der Behindertenhilfe-Selbstvertretung schwarz auf weiß ihre Systemverträglichkeit bescheinigt. Woraufhin sich in dieser vom Verfassungsschutz beehrten behindertenpolitischen Niederlassung so etwas wie eine "Sternstunde der liberalen Demokratie" abspielt. Sektgläser klirren, Partygebäck und kleine Häppchen werden gereicht. Man sei "völlig aus dem Häuschen gewesen", wie von Teilnehmerinnen, sogenannte Bilforsch- Thinktankerinnen vom isl-eigenen Denkpanzer, der Kobinetredaktion aus erster Hand am späten Vormittag mitgeteilt wurde.
Die spektakuläre Verleihung der politischen "Unbedenklichkeitsmedaille" mit zertifizierter Systemverträglichkeitsbescheinigung ist selbstverständlich an eine entscheidende Bedingung geknüpft: Dass mit der "Selbstinstitutionalisierung" der Behindertenbewegung weiterhin deren "Befriedung" (wie sich Udo Sierck ausdrückt, Behinderten-Bewegungshistoriograph) einhergeht und garantiert bleibt. Das heißt, dass man sich behindertenpolitisch bitteschön strikt auf Lobbyarbeit bzw. Klientelpolitik (Antidiskriminierung, Barriereabbau, soziale Teilhabe und ein Platz auf dem "allgemeinen Arbeitsmarkt") beschränkt. Folglich über Rüstung und Kriegsvorbereitung kein kritisches Wort verliert und einen systemverursachten klimakatastrophischen Hitzesommer (mit Waldbränden und ausgetrockneten Gewässern europaweit und tausenden von Hitzetoten) schicksalsergeben hinnimmt und klaglos über sich ergehen lässt.
Ob Hitze oder Krieg – stillhalten, nicht anecken, sich politisch nicht exponieren, da zu komplex, besser kein Wort als ein falsches, das den "olivgrünen Burgfrieden" stört oder die Herrschaftsverhältnisse von Grund auf infrage stellt; keinesfalls "das System sprengen", realpolitisch ein Teil davon werden! So halten es auch, so weit ich sehe, die behindertenpolitisch vorbildlich aufgestellten "Sozialhelden" und ihr Chef und Mastermind Raul Krauthausen. Auch bei ihnen dürfte daher heute früh eine Verfassungsschutzabordnung mit der "Unbedenklichkeitsmedaille" vorstellig geworden sein. Und die Bundesbehörde (Bundesamt für Verfassungsschutz) wird Frau Maischberger grünes Licht gegeben haben, Krauthausen ein weiteres Mal in ihre ARD-TV-Talkshow einzuladen, könne man bei ihm doch sicher sein, dass er dort garantiert nichts Falsches sagt. – Ich selber hatte schon einmal den ehrlichen Impuls, Raul Krauthausen für seine unbestreitbaren behindertenpolitischen Verdienste den Ehrentitel "Raul der Erste" zu verleihen oder schlicht "King Krauthausen". Wofür er mich jedoch schroff zurecht gewiesen hat. Ich nehme an, weil er sich lieber als "Primus unter Parias", Behinderten-Parias, versteht.
Alarm oder wie ich soeben in Echtzeit in die Realität katapultiert werde.
Ich sinniere darüber, was sich heute früh zugetragen hat und in diesem Augenblick klingelt es an meiner Wohnungstür. Was sage ich, es läutet Sturm! Reflexartig stürze ich in den Flur und reiße die Wohnungstür auf. Draußen stehen eine Abteilung schwerbewaffneter Verfassungsschutz und eine Hundestaffel. Der King Krauthausen-Kalauer war zu viel, schießt es mir durch den Kopf, sie ziehen dich aus dem Verkehr ...
… und so wäre es gewiss auch geschehen, hätte ich nicht eine Schrecksekunde darauf realisiert, dass es nicht an meiner Wohnungstür geläutet hat, sondern lediglich mein Wecker geklingelt hat. Es war alles also nur ein böser Traum, was ich da verzapft habe. Ein gesichert verfassungsfeindliches Delirium, das mirder Verfassungsschutz nie verzeihen wird. Dies ist jedoch der Preis, den einer wie ich zu zahlen hat: Wer sich in seichten Sommerlöchern suhlt, dekompensiert allzu leicht und dann passiert derlei Unfug.





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