BERLIN (kobinet)
Eine wichtige Bewertung zur Alters-Sicherung:
Alters-Sicherung bedeutet: Geld und Hilfe für Menschen im Alter.
So können alte Menschen leben, ohne arbeiten zu müssen.
Dr. Joachim Rock ist Chef des Paritätischen Gesamt-Verbandes.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein großer Zusammen-schluss von sozialen Organisationen in Deutschland.
Diese Organisationen helfen Menschen, die Unterstützung brauchen.
Der Paritätische Gesamt-Verband setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein.
Dr. Rock bewertet neue Vorschläge zur Rente.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Sie müssen dann nicht mehr arbeiten.
Er nennt die Vorschläge: weiterführend, unzureichend und sozial unausgewogen.
Weiterführend bedeutet: Ein guter Anfang, aber es braucht noch mehr.
Unzureichend bedeutet: nicht gut genug.
Sozial unausgewogen bedeutet: nicht fair für alle Menschen.
Fast jeder 5. ältere Mensch ist arm.
Armut bedeutet: Menschen haben zu wenig Geld.
Sie können nicht alles Nötige kaufen.
Die Kommission macht kaum Vorschläge gegen Alters-Armut.
Eine Kommission ist eine Gruppe von Fach-Leuten.
Die Gruppe berät gemeinsam und macht Vorschläge.
Alters-Armut bedeutet: Alte Menschen haben zu wenig Geld.
Die Kommission macht Vorschläge zur Rente.
Viele Rentner sollen früher ohne Abzüge in Rente gehen können.
Das soll aber schwieriger werden.
Außerdem soll der Nachhaltigkeits-Faktor verschärft werden.
Der Nachhaltigkeits-Faktor ist eine Regel bei der Rente.
Diese Regel sorgt dafür: Renten steigen weniger, wenn es weniger Einzahler gibt.
Das bedeutet: Die Renten steigen weniger stark.
Das ist eine Belastung für viele Rentner und Rentnerinnen.
Menschen mit sehr kleinen Renten bekommen keine Verbesserungen.
Manche Menschen werden krank.
Sie können deshalb früher nicht mehr arbeiten.
Auch sie bekommen keine Verbesserungen.
Dazu kommen geplante Kürzungen beim Wohn-Geld.
Wohn-Geld ist Geld vom Staat für die Miete.
Das trifft vor allem ältere Menschen mit wenig Geld.
Der Paritätische Gesamt-Verband hat klare Forderungen.
Das Renten-Niveau soll nicht sinken.
Das Renten-Niveau zeigt, wie hoch die Rente im Vergleich zum Lohn ist.
Ein höheres Renten-Niveau bedeutet: Menschen bekommen mehr Geld im Alter.
Das Renten-Niveau soll auf mindestens 53 Prozent steigen.
Außerdem soll es eine Mindest-Rente geben.
Diese Mindest-Rente soll für langjährig Versicherte gelten.
Langjährig Versicherte sind Menschen, die lange in die Rente eingezahlt haben.
Höhere Beiträge im Umlage-System könnten das finanzieren.
Beim Umlage-System zahlen arbeitende Menschen Geld für die Rente ein.
Von diesem Geld bekommen ältere Menschen ihre Rente sofort ausgezahlt.
Umlage-System bedeutet: Die Jungen zahlen für die Alten.
Das wäre gemeinsam gut zu bezahlen.
Solidarisch bedeutet: Alle zahlen gemeinsam.
Die Kommission schlägt auch eine Kapital-Rente vor.
Bei der Kapital-Rente wird Renten-Geld an der Börse angelegt.
An der Börse kaufen und verkaufen Menschen Anteile von Firmen.
Die Preise ändern sich jeden Tag.
Das ist riskant.
An der Börse kann man Geld verlieren.
Der Paritätische Gesamt-Verband lehnt das ab.
In Schweden gibt es schon eine Kapital-Rente.
Dort fließt Renten-Geld auch in teure Immobilien-Konzerne.
Immobilien-Konzerne sind sehr große Firmen.
Diese Firmen besitzen viele Häuser und Wohnungen.
Das treibt die Mieten nach oben.
Das schadet Menschen mit wenig Geld.
Es gibt aber auch Vorschläge, die der Verband gut findet.
Selbstständige sollen künftig in die Renten-Versicherung einzahlen.
Selbstständige sind Menschen, die für sich selbst arbeiten.
Sie haben keinen Chef, der sie angestellt hat.
Die Renten-Versicherung ist eine Art Spar-Kasse für das Alter.
Wer arbeitet, zahlt jeden Monat Geld ein und bekommt es im Alter zurück.
Auch Abgeordnete sollen in die Renten-Versicherung einzahlen.
Abgeordnete vertreten Menschen in der Politik.
Sie sprechen für Bürger im Parlament.
Das Parlament ist eine Versammlung, in der Volks-Vertreter Gesetze machen.
Mini-Jobs soll es bald kaum noch geben.
Mini-Jobs sind kleine Arbeits-Stellen mit wenig Geld.
Das ist gut für die Rente vieler Menschen.
Außerdem sollen Frei-Beträge in der Grund-Sicherung eingeführt werden.
Frei-Beträge bedeutet: Ein Teil des Geldes wird nicht abgezogen.
Menschen dürfen dieses Geld behalten.
Grund-Sicherung ist Geld vom Staat für Menschen mit sehr wenig Geld.
Das ist fair.
Denn manche Menschen sparen selbst für das Alter.
Das soll sich lohnen.
Auch weitere Vorschläge findet der Verband sinnvoll.
Versicherungs-fremde Leistungen sollen aus Steuer-Mitteln bezahlt werden.
Steuer-Mittel sind Gelder vom Staat.
Alle Bürger und Bürgerinnen zahlen gemeinsam in diesen Topf.
Das sind Ausgaben, die eigentlich der Staat zahlen sollte.
Auch Beamte sollen ähnliche Renten-Regeln bekommen wie alle anderen.
Beamte sind Menschen, die für den Staat arbeiten.
Zum Beispiel Lehrer oder Polizisten.
Manche älteren Menschen können nicht mehr arbeiten.
Ihr Körper macht nicht mehr mit.
Diese Menschen sollen leichter in Rente gehen können.
Werden alle guten Vorschläge umgesetzt, haben alle Menschen einen Vorteil.
Das gilt für ältere und für jüngere Menschen.
Aber allein die 33 Vorschläge reichen nicht aus.
Eine gerechte Renten-Reform muss mehr tun.
Eine Renten-Reform ändert die Regeln für die Rente.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird geändert, damit es besser wird.
Eine gerechte Renten-Reform muss verschiedene Lebens-Situationen beachten.
Der Übergang zwischen Arbeit und Rente soll leichter werden.
Der Paritätische Gesamt-Verband wartet auf weitere Vorschläge.
Der Deutsche Gewerkschafts-Bund erarbeitet gerade eigene Vorschläge.
Eine Gewerkschaft ist ein Verein für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Die Gewerkschaft setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein.
Der Deutsche Gewerkschafts-Bund vertritt die Interessen von Arbeit-nehmenden.
Diese Vorschläge sollen die Renten-Reform ergänzen.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
BERLIN (kobinet) Weiterführend, unzureichend und sozial unausgewogen, das sind die drei Kernbegriffe, mit denen der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Dr. Joachim Rock, die Vorschläge der Alterssicherungskommission bewertet. "Während fast jeder Fünfte von Altersarmut betroffen ist, verzichtet die Kommission fast vollständig auf konkrete Vorschläge, Altersarmut endlich entschieden zu bekämpfen. Mit eingeschränkten Möglichkeiten zum abschlagsfreien Renteneintritt und einer Verschärfung des Nachhaltigkeitsfaktors nach Auslaufen seiner Aussetzung drohen vielen Rentnerinnen und Rentnern zusätzliche Belastungen. Verbesserungen für Menschen im Grundrentenbezug und bei den Erwerbsminderungsrenten bleiben aus. Für zu viele ist das viel zu wenig. Zusammen mit den angekündigten Kürzungen des Wohngeldes drohen die Sozialreformen zu einem armutspolitischen Wachstumsprogramm zu werden, das ältere Menschen mit geringen Einkommen besonders belastet." so der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes dazu.
Deswegen erneuert der Paritätische seine Forderung, das Rentenniveau nicht weiter zu senken, sondern auf mindestens 53 Prozent anzuheben und eine Mindestrente für langjährig Versicherte einzuführen: Die Stärkung des Leistungsniveaus der Rente gibt allen Generationen Sicherheit und wäre mit der von der Kommission vorgeschlagenen Beitragserhöhung im Umlagesystem kurzfristig realisierbar und solidarisch finanzierbar.
Eine Kapitalrente dagegen bedeutet, nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes, mit einem Teil der Alterssicherung auf Gewinn und Verlust auf die Finanzmärkte verwiesen zu werden. Wenn wie in Schweden die Erträge der Kapitalrente auch aus Immobilienkonzernen mit überteuerten Mieten stammen, fließt das Geld der Versicherten in die Spekulation mit Grundgütern des Alltags.
Der Paritätische Gesamtverband begrüßt ausdrücklich, dass die Kommission Selbstständige und Abgeordnete in die Rentenversicherung einbeziehen und die Minijobs weitgehend abschaffen will. „Das sind überfällige und wirksame Maßnahmen, um die Alterssicherung für alle Generationen zu stärken. Freibeträge in der Grundsicherung beenden die Schlechterstellung gesetzlicher gegenüber privater Vorsorge und honorieren die Lebensleistung von Menschen mit geringen Einkommen. Auch die Forderung nach einer bedarfsgerechten Finanzierung von Rehabilitation und die endgültige Abschaffung der Zwangsverrentung unterstützen wir ausdrücklich.“ so Joachim Rock.
Die 33 Vorschläge der Kommission enthalten aus Sicht des Paritätischen Gesamtverbandes noch weitere sinnvolle Vorschläge, etwa die Erstattung von versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln oder die Übertragung von rentenpolitischen Maßnahmen auf die Beamtenversorgung. Und dass ältere Menschen, die gesundheitlich nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können, künftig leichter in Rente gehen sollen, ist längst überfällig. „Werden diese Vorschläge gemeinsam umgesetzt, profitieren alle Generationen davon“, stellt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes fest.
Abschließend betont Joachim Rock: „Für eine nachhaltige und soziale Neuaufstellung der Alterssicherung genügen die 33 Vorschläge nicht. Eine sozial gerechte Rentenreform muss unterschiedliche Leistungsfähigkeiten der Versicherten berücksichtigen und leichtere Übergänge zwischen Arbeit und Rente ermöglichen. Hier setzt der Paritätische auf ergänzende kommende Vorschläge der Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbundes.“

Foto: Paritätischer Gesamtverband
BERLIN (kobinet) Weiterführend, unzureichend und sozial unausgewogen, das sind die drei Kernbegriffe, mit denen der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Dr. Joachim Rock, die Vorschläge der Alterssicherungskommission bewertet. "Während fast jeder Fünfte von Altersarmut betroffen ist, verzichtet die Kommission fast vollständig auf konkrete Vorschläge, Altersarmut endlich entschieden zu bekämpfen. Mit eingeschränkten Möglichkeiten zum abschlagsfreien Renteneintritt und einer Verschärfung des Nachhaltigkeitsfaktors nach Auslaufen seiner Aussetzung drohen vielen Rentnerinnen und Rentnern zusätzliche Belastungen. Verbesserungen für Menschen im Grundrentenbezug und bei den Erwerbsminderungsrenten bleiben aus. Für zu viele ist das viel zu wenig. Zusammen mit den angekündigten Kürzungen des Wohngeldes drohen die Sozialreformen zu einem armutspolitischen Wachstumsprogramm zu werden, das ältere Menschen mit geringen Einkommen besonders belastet." so der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes dazu.
Deswegen erneuert der Paritätische seine Forderung, das Rentenniveau nicht weiter zu senken, sondern auf mindestens 53 Prozent anzuheben und eine Mindestrente für langjährig Versicherte einzuführen: Die Stärkung des Leistungsniveaus der Rente gibt allen Generationen Sicherheit und wäre mit der von der Kommission vorgeschlagenen Beitragserhöhung im Umlagesystem kurzfristig realisierbar und solidarisch finanzierbar.
Eine Kapitalrente dagegen bedeutet, nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes, mit einem Teil der Alterssicherung auf Gewinn und Verlust auf die Finanzmärkte verwiesen zu werden. Wenn wie in Schweden die Erträge der Kapitalrente auch aus Immobilienkonzernen mit überteuerten Mieten stammen, fließt das Geld der Versicherten in die Spekulation mit Grundgütern des Alltags.
Der Paritätische Gesamtverband begrüßt ausdrücklich, dass die Kommission Selbstständige und Abgeordnete in die Rentenversicherung einbeziehen und die Minijobs weitgehend abschaffen will. „Das sind überfällige und wirksame Maßnahmen, um die Alterssicherung für alle Generationen zu stärken. Freibeträge in der Grundsicherung beenden die Schlechterstellung gesetzlicher gegenüber privater Vorsorge und honorieren die Lebensleistung von Menschen mit geringen Einkommen. Auch die Forderung nach einer bedarfsgerechten Finanzierung von Rehabilitation und die endgültige Abschaffung der Zwangsverrentung unterstützen wir ausdrücklich.“ so Joachim Rock.
Die 33 Vorschläge der Kommission enthalten aus Sicht des Paritätischen Gesamtverbandes noch weitere sinnvolle Vorschläge, etwa die Erstattung von versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln oder die Übertragung von rentenpolitischen Maßnahmen auf die Beamtenversorgung. Und dass ältere Menschen, die gesundheitlich nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können, künftig leichter in Rente gehen sollen, ist längst überfällig. „Werden diese Vorschläge gemeinsam umgesetzt, profitieren alle Generationen davon“, stellt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes fest.
Abschließend betont Joachim Rock: „Für eine nachhaltige und soziale Neuaufstellung der Alterssicherung genügen die 33 Vorschläge nicht. Eine sozial gerechte Rentenreform muss unterschiedliche Leistungsfähigkeiten der Versicherten berücksichtigen und leichtere Übergänge zwischen Arbeit und Rente ermöglichen. Hier setzt der Paritätische auf ergänzende kommende Vorschläge der Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbundes.“





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