Berlin (kobinet)
Heute ist der 11. Juni 2026.
Der Bundes-Tag berät heute ein neues Gesetz.
Das Gesetz heißt Gebäude-Modernisierungs-Gesetz.
Das Gesetz regelt, wie Häuser verändert werden dürfen.
Es regelt auch, welche Heizungen erlaubt sind.
Das Gesetz soll Häuser klima-freundlicher machen.
Der Sozial-Verband VdK kritisiert dieses Gesetz.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Diese Menschen setzen sich für die Rechte anderer ein.
Die Präsidentin ist die Chefin des Verbandes.
Sie spricht für alle Mitglieder.
VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt:
Das Gesetz hilft vielen älteren Menschen nicht.
Viele ältere Menschen besitzen ein eigenes Haus.
Sie haben dafür ihr ganzes Leben gespart.
Manche brauchen jetzt eine neue Heizung.
Sie haben aber kein Geld dafür.
Und sie bekommen keinen Kredit mehr.
Ein Kredit ist geliehenes Geld von der Bank.
Man muss das Geld zurück-zahlen.
Das gilt oft ab einem Alter von 70 Jahren.
Diese Menschen können die neue Heizung nicht bezahlen.
Das Gesetz macht es diesen Menschen sehr schwer.
Verena Bentele nennt das Aus-Grenzung.
Aus-Grenzung bedeutet: Manche Menschen werden nicht berücksichtigt.
Das ist keine freie Wahl für diese Menschen.
Viele VdK-Mitglieder berichten dasselbe.
Sie möchten eine Wärme-Pumpe einbauen.
Eine Wärme-Pumpe ist ein Gerät zum Heizen.
Sie holt Wärme aus der Luft oder der Erde.
Dann macht sie damit das Haus warm.
Aber eine Wärme-Pumpe ist teuer.
Deshalb kaufen sie stattdessen eine Gas-Heizung.
Das passiert nicht aus Überzeugung.
Überzeugung bedeutet: Man glaubt fest daran, dass etwas richtig ist.
Es passiert, weil das Geld fehlt.
Außerdem kommt die staatliche Förderung zu spät.
Förderung bedeutet: Der Staat zahlt einen Teil der Kosten.
Aber die Förderung kommt erst nach dem Kauf.
Vor-finanzieren bedeutet: Man bezahlt zuerst selbst.
Das Geld vom Staat kommt erst später.
Viele Menschen können das nicht vor-finanzieren.
Der VdK fordert deshalb:
Die Förderung muss vor dem Kauf ausgezahlt werden.
Nicht erst danach.
Das Gesetz schwächt auch eine wichtige Regel ab.
Bisher galt die 65-Prozent-Regel.
Diese Regel bedeutet: 65 Prozent der Heiz-Wärme müssen aus erneuerbaren Energien kommen.
Erneuerbare Energien kommen aus der Natur.
Zum Beispiel Sonne, Wind oder Wasser.
Diese Energien werden nicht verbraucht.
Fällt diese Regel weg, fehlt vielen Menschen eine klare Richtung.
Dann werden weiter viele Öl- und Gas-Heizungen gekauft.
Öl und Gas werden in Zukunft teurer.
Das bedeutet sehr hohe Kosten für viele Menschen.
Der VdK stellt weitere Forderungen.
Es soll eine Härte-Fall-Regelung geben.
Härte-Fall-Regelung bedeutet: Menschen in schwierigen Situationen bekommen besondere Hilfe.
Diese Menschen sollen die volle Förderung bekommen.
Außerdem soll es eine kostenlose Beratung geben.
Diese Beratung soll für alle Menschen zugänglich sein.
Zugänglich bedeutet: Alle können sie nutzen.
Auch Menschen mit Behinderung können sie nutzen.
Die Beratung soll beim Heizungs-Tausch helfen.
Auch Mieterinnen und Mieter müssen geschützt werden.
Ein Mieter ist eine Person, die in einer fremden Wohnung lebt.
Die Person zahlt dafür jeden Monat Geld.
Das neue Gesetz darf für Mieterinnen und Mieter keine extra Kosten bringen.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Heute, am 11. Juni 2026, wird das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) erstmals im Bundestag beraten. Für den Sozialverband VdK ist klar: Das Gesetz in seiner jetzigen Form lässt viele ältere Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer im Stich. "Wer sein Haus sein ganzes Leben lang abbezahlt hat, aber keine Rücklagen für eine neue Heizung besitzt und keinen Kredit mehr bekommt, weil er über 70 Jahre alt ist, der steht beim Gebäudemodernisierungsgesetz mit dem Rücken zur Wand", kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele. "Das ist keine Wahlfreiheit, das ist Ausgrenzung."
In seiner jetzigen Form verstärkt das Gesetz nach Ansicht des VdK die Gefahr fossiler Kostenfallen und nimmt vielen Menschen die Möglichkeit, sich überhaupt für eine klimafreundliche Alternative zu entscheiden. „Wir wissen von unseren Mitgliedern, dass sie sich beim Heizungstausch oftmals für eine Gasheizung entscheiden müssen, weil ihnen die finanziellen Rücklagen fehlen“, sagt Bentele. „Das geschieht nicht aus Überzeugung, sondern weil eine Wärmepumpe schlicht nicht finanzierbar ist. Wer den Umbau nicht vorfinanzieren kann, kann die Förderung häufig gar nicht nutzen. Fördermittel sollten vor der Investition zur Verfügung stehen und nicht erst danach.“
Der Verband kritisiert zudem, dass das Gesetz wichtige Vorgaben für Wärme aus erneuerbaren Energien abschwächt. Fällt die bisherige 65-Prozent-Regel weg, verlieren Verbraucherinnen und Verbraucher eine wichtige Orientierung, während fossile Heizungen weiter begünstigt werden. Das verstärkt die Abhängigkeit von Öl und Gas und kann durch steigende Brennstoffpreise zu sehr hohen Kosten führen.
Darüber hinaus fordert der VdK eine wirksame Härtefallregelung mit vollständiger Förderung für Menschen in besonderen Lebenslagen sowie eine kostenlose und barrierefreie Beratung beim Heizungstausch. Auch Mieterinnen und Mieter müssen vor zusätzlichen Belastungen geschützt werden

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Heute, am 11. Juni 2026, wird das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) erstmals im Bundestag beraten. Für den Sozialverband VdK ist klar: Das Gesetz in seiner jetzigen Form lässt viele ältere Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer im Stich. "Wer sein Haus sein ganzes Leben lang abbezahlt hat, aber keine Rücklagen für eine neue Heizung besitzt und keinen Kredit mehr bekommt, weil er über 70 Jahre alt ist, der steht beim Gebäudemodernisierungsgesetz mit dem Rücken zur Wand", kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele. "Das ist keine Wahlfreiheit, das ist Ausgrenzung."
In seiner jetzigen Form verstärkt das Gesetz nach Ansicht des VdK die Gefahr fossiler Kostenfallen und nimmt vielen Menschen die Möglichkeit, sich überhaupt für eine klimafreundliche Alternative zu entscheiden. „Wir wissen von unseren Mitgliedern, dass sie sich beim Heizungstausch oftmals für eine Gasheizung entscheiden müssen, weil ihnen die finanziellen Rücklagen fehlen“, sagt Bentele. „Das geschieht nicht aus Überzeugung, sondern weil eine Wärmepumpe schlicht nicht finanzierbar ist. Wer den Umbau nicht vorfinanzieren kann, kann die Förderung häufig gar nicht nutzen. Fördermittel sollten vor der Investition zur Verfügung stehen und nicht erst danach.“
Der Verband kritisiert zudem, dass das Gesetz wichtige Vorgaben für Wärme aus erneuerbaren Energien abschwächt. Fällt die bisherige 65-Prozent-Regel weg, verlieren Verbraucherinnen und Verbraucher eine wichtige Orientierung, während fossile Heizungen weiter begünstigt werden. Das verstärkt die Abhängigkeit von Öl und Gas und kann durch steigende Brennstoffpreise zu sehr hohen Kosten führen.
Darüber hinaus fordert der VdK eine wirksame Härtefallregelung mit vollständiger Förderung für Menschen in besonderen Lebenslagen sowie eine kostenlose und barrierefreie Beratung beim Heizungstausch. Auch Mieterinnen und Mieter müssen vor zusätzlichen Belastungen geschützt werden





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