Berlin (kobinet)
Der Berliner Landes-Beirat hat eine Erklärung veröffentlicht.
Ein Beirat ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen beraten die Politik.
Der Landes-Beirat ist für Menschen mit Behinderungen.
Der Beirat ist besorgt über Aussagen von Friedrich Merz.
Friedrich Merz ist der Bundes-Kanzler und damit der Chef von Deutschland.
Friedrich Merz hat über die Rente gesprochen.
Rente ist Geld vom Staat im Alter.
Friedrich Merz sagte: Die Rente wird weniger Geld sein.
Das bedeutet: Man bekommt nur sehr wenig Geld.
Es reicht gerade so zum Leben.
Das ist ein Problem für Menschen mit Behinderungen.
Für viele ist die Rente das einzige Geld im Alter.
Viele Menschen mit Behinderungen können nicht voll arbeiten.
Deshalb bekommen sie weniger Rente.
Es gibt viele Hindernisse auf dem Arbeits-Markt.
Ein Hindernis ist etwas, das im Weg steht.
Der Arbeits-Markt zeigt, wie Menschen Arbeit suchen und finden.
Manche Menschen mit Behinderungen werden bei der Arbeit schlechter behandelt.
Das ist nicht fair und nicht gerecht.
Deshalb haben sie oft weniger Geld verdient.
Deshalb bekommen sie im Alter weniger Rente.
Thomas Seerig leitet den Landes-Beirat als Vorsitzender.
Er sagt: Wir müssen über die Rente sprechen.
Menschen mit Behinderungen müssen dabei gehört werden.
Änderungen bei der Rente treffen uns besonders stark.
Wir haben oft weniger Möglichkeiten, selbst Geld zu sparen.
Der Landes-Beirat sieht noch weitere Probleme.
Es soll weniger Geld für wichtige Hilfen geben.
Kürzung bedeutet: Es gibt weniger Geld oder weniger Hilfe als vorher.
Zum Beispiel bei der Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Menschen mit Behinderung bekommen Hilfe.
Sie sollen am Leben teil-haben können.
Auch Hilfen für Kinder und Familien sollen weniger werden.
Das trifft besonders schwache Gruppen.
Zum Beispiel Menschen mit Behinderungen, Kinder und Familien in Not.
Der Landes-Beirat warnt davor.
Sparen darf nicht auf Kosten dieser Menschen gehen.
Die vollständige Erklärung findest du im Internet.
Die Internet-Adresse lautet:

Foto: ht
Berlin (kobinet) Der Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen nimmt mit Befremden die aktuellen Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur zukünftigen Rolle der gesetzlichen Rente zur Kenntnis. "Die Einschätzung, die gesetzliche Rente werde künftig nur noch eine 'Basisabsicherung' darstellen, berührt die Lebensrealität vieler Menschen mit Behinderungen in besonderer Weise. Für sie bildet die gesetzliche Rente häufig die zentrale oder sogar einzige Grundlage der finanziellen Absicherung im Alter. Der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt ist für viele Menschen mit Behinderungen im Vergleich zu nicht behinderten Arbeitnehmer*innen im besonderen Maße erschwert. Strukturelle Barrieren, eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Diskriminierung führen dazu, dass Erwerbsbiografien häufiger unterbrochen sind oder gar nicht erst entstehen. In der Folge können sie seltener die Grundlage für eine ausreichende Altersabsicherung schaffen. Daraus resultieren geringere Einkommen und entsprechend deutlich reduzierte Rentenansprüche", heißt es vonseiten des Beirats.
„Eine sachliche und zukunftsorientierte Diskussion über die Weiterentwicklung des Rentensystems ist notwendig. Dabei muss dringend sichergestellt werden, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen systematisch berücksichtigt werden.“, sagt Thomas Seerig, Vorsitzender des Berliner Landesbeirats. „Gerade weil wir bereits heute strukturelle Nachteile im Arbeitsmarkt erfahren und unsere Möglichkeiten zur zusätzlichen Altersvorsorge häufig begrenzt sind, haben rentenpolitische Veränderungen für uns eine besonders weitreichende Bedeutung.“ Der Landesbeirat fordert daher, die sozialen Folgen rentenpolitischer Überlegungen differenziert zu betrachten und die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen stärker in den Mittelpunkt der politischen und gesellschaftlichen Debatte zu rücken.
Die aktuellen rentenpolitischen Aussagen sieht der Landesbeirat nicht isoliert, sondern als Teil einer sich zuspitzenden Entwicklung im Sozialstaat. Bundesweit wird zunehmend über Einsparungen in zentralen Unterstützungsstrukturen diskutiert – insbesondere bei der Eingliederungshilfe sowie bei der Kinder- und Jugendhilfe.
Diese Entwicklungen betreffen aus Sicht des Landesbeirats ausgerechnet jene Bereiche, die für gesellschaftliche Teilhabe, Schutz und Unterstützung besonders vulnerabler Gruppen unverzichtbar sind. Wenn Leistungen eingeschränkt, Zugänge erschwert oder Unterstützungsangebote reduziert werden, trifft dies vor allem Menschen mit Behinderungen oder Fluchterfahrung, Kinder und Jugendliche sowie Familien in belasteten Lebenslagen. Der Landesbeirat warnt daher ausdrücklich vor einer politischen Gesamtentwicklung, bei der notwendige Haushaltskonsolidierung zunehmend zu Lasten schutzbedürftiger Gruppen geht.
Die vollständige Stellungnahme gibt’s auf der Internetseite des Landesbeirats unter: www.berlin.de/lb/behi-beirat/

Foto: ht
Berlin (kobinet) Der Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen nimmt mit Befremden die aktuellen Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur zukünftigen Rolle der gesetzlichen Rente zur Kenntnis. "Die Einschätzung, die gesetzliche Rente werde künftig nur noch eine 'Basisabsicherung' darstellen, berührt die Lebensrealität vieler Menschen mit Behinderungen in besonderer Weise. Für sie bildet die gesetzliche Rente häufig die zentrale oder sogar einzige Grundlage der finanziellen Absicherung im Alter. Der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt ist für viele Menschen mit Behinderungen im Vergleich zu nicht behinderten Arbeitnehmer*innen im besonderen Maße erschwert. Strukturelle Barrieren, eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Diskriminierung führen dazu, dass Erwerbsbiografien häufiger unterbrochen sind oder gar nicht erst entstehen. In der Folge können sie seltener die Grundlage für eine ausreichende Altersabsicherung schaffen. Daraus resultieren geringere Einkommen und entsprechend deutlich reduzierte Rentenansprüche", heißt es vonseiten des Beirats.
„Eine sachliche und zukunftsorientierte Diskussion über die Weiterentwicklung des Rentensystems ist notwendig. Dabei muss dringend sichergestellt werden, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen systematisch berücksichtigt werden.“, sagt Thomas Seerig, Vorsitzender des Berliner Landesbeirats. „Gerade weil wir bereits heute strukturelle Nachteile im Arbeitsmarkt erfahren und unsere Möglichkeiten zur zusätzlichen Altersvorsorge häufig begrenzt sind, haben rentenpolitische Veränderungen für uns eine besonders weitreichende Bedeutung.“ Der Landesbeirat fordert daher, die sozialen Folgen rentenpolitischer Überlegungen differenziert zu betrachten und die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen stärker in den Mittelpunkt der politischen und gesellschaftlichen Debatte zu rücken.
Die aktuellen rentenpolitischen Aussagen sieht der Landesbeirat nicht isoliert, sondern als Teil einer sich zuspitzenden Entwicklung im Sozialstaat. Bundesweit wird zunehmend über Einsparungen in zentralen Unterstützungsstrukturen diskutiert – insbesondere bei der Eingliederungshilfe sowie bei der Kinder- und Jugendhilfe.
Diese Entwicklungen betreffen aus Sicht des Landesbeirats ausgerechnet jene Bereiche, die für gesellschaftliche Teilhabe, Schutz und Unterstützung besonders vulnerabler Gruppen unverzichtbar sind. Wenn Leistungen eingeschränkt, Zugänge erschwert oder Unterstützungsangebote reduziert werden, trifft dies vor allem Menschen mit Behinderungen oder Fluchterfahrung, Kinder und Jugendliche sowie Familien in belasteten Lebenslagen. Der Landesbeirat warnt daher ausdrücklich vor einer politischen Gesamtentwicklung, bei der notwendige Haushaltskonsolidierung zunehmend zu Lasten schutzbedürftiger Gruppen geht.
Die vollständige Stellungnahme gibt’s auf der Internetseite des Landesbeirats unter: www.berlin.de/lb/behi-beirat/




