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Ukraine in großen Teilen mit Minen und Blindgängern verseucht

Ein Wald an dessen Rand ein Hinweisschild auf die Gefahr durch Minen steht.
Achrtung Minen - ein solches Schild weist auf große Gefahr hin
Foto: Pixabay/geraldsimon00

MÜNCHEN (kobinet) Nach einer Studie der humanitären Hilfsorganisation Handicap International (HI) ist etwa ein Viertel des ukrainischen Territoriums potenziell durch Landminen, Streumunition und andere explosive Kriegsreste kontaminiert. Die Minen und Blindgänger gefährden die Zivilbevölkerung, die Arbeit der Hilfskräfte und die Rückkehr von Vertriebenen. HI hat bisher 230.000 Menschen über die Gefahren von Blindgängern aufgeklärt.

Die Ukraine ist heute eines der am stärksten betroffenen Länder der Welt. „Wie in unserer Studie von Juni 2025 festgestellt wurde, ist etwa ein Viertel des ukrainischen Territoriums – 138.503 km² Land und 14.000 km² Wasser – potenziell durch Landminen, Streumunition und andere explosive Kriegsreste verseucht. Die Kontamination behindert die landwirtschaftliche Produktion, erschwert den Wiederaufbau und schränkt den Zugang zu humanitärer Hilfe ein. Ganze Gemeinden haben den Zugang zu lebenswichtigen Flächen für Ackerbau und Weidewirtschaft verloren, wodurch ländliche Haushalte in noch größere Armut getrieben werden und stärker auf Hilfe angewiesen sind“, sagt Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung Handicap International Deutschland.

Generationen werden von den Folgen der explosiven Kriegsreste bedroht sein. Das genaue Ausmaß kann jedoch erst nach Ende der Kampfhandlungen ermittelt werden. Um die Gefahr durch Blindgänger zu verringern, schult Handicap International in der Ukraine die Zivilbevölkerung. Seit 2022 haben die Expertinnen und Experten von Handicap International 230.000 Menschen über die Risiken aufgeklärt, darunter vor allem Menschen in Frontnähe und Kinder. Zudem wurden humanitäre Hilfskräfte informiert. HI-Teams zeigen den Menschen, wie sie verschiedene Sprengfallen, Minen und Munitionsreste erkennen, was sie bei einem Fund machen sollen und auch, wie sie Verletzte sicher evakuieren können. Darüber hinaus werden Plakate verteilt und über das Radio gewarnt.