BERLIN (kobinet)
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk hat eine Meinung.
Social Media soll nicht verboten werden.
Social Media sind Internet-Seiten.
Dort kannst du mit anderen Menschen schreiben.
Du kannst dort Sachen teilen.
Zum Beispiel: Instagram, TikTok oder YouTube.
Viele junge Menschen nutzen diese Apps.
Manche Politiker wollen das verbieten.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk sagt: Das ist falsch.
Kinder haben Rechte.
Diese Rechte stehen in einem Vertrag.
Der Vertrag heißt: UN-Kinder-Rechts-Konvention.
Eine Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Alle Kinder haben besondere Rechte.
Es gibt schon Gesetze.
Die Gesetze sollen Kinder im Internet schützen.
Diese Gesetze müssen besser angewendet werden.
Bundes-Familien-Ministerin Karin Prien hat Experten beauftragt.
Experten sind Fach-Leute.
Diese Menschen kennen sich sehr gut aus.
Diese Experten arbeiten an dem Thema.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk sagt: Wir sollen warten.
Wir sollen auf die Ergebnisse warten.
Kinder und Jugendliche brauchen Medien-Bildung.
Medien-Bildung bedeutet: Menschen lernen den Umgang mit Medien.
Medien sind zum Beispiel: Fernsehen und Internet.
Auch die Anbieter müssen helfen.
Sie müssen die Internet-Seiten sicherer machen.
Ein Verbot hilft nicht.
Dann dürfen Kinder nicht mehr selbst entscheiden.
Sie können nicht lernen mit Social Media umzugehen.
Sie können nicht mehr mitmachen.
Die digitale Welt bedeutet: Alles mit Computern und Internet.
Kai Hanke ist Geschäfts-Führer.
Er arbeitet beim Deutschen Kinder-Hilfs-Werk.
Er sagt: Die Regierung soll sich an den Plan halten.
Regierungs-Parteien sind politische Gruppen.
Diese Gruppen führen gerade das Land.
Die Experten sollen arbeiten können.
Es braucht gute Lösungen.
Die Internet-Seiten müssen sicherer werden.
Es braucht Schutz für alle Alters-Gruppen.
Aber Kinder sollen weiter mitmachen können.
In Groß-Britannien gibt es Verbote.
In Australien gibt es auch Verbote.
Dort suchen Kinder nach Wegen.
Sie wollen die Verbote umgehen.
Eine Strategie ist ein Plan.
Mit einem Plan überlegst du: Wie erreiche ich mein Ziel?
Sie finden Wege um Social Media zu nutzen.
Dann sind sie schlechter geschützt als vorher.
Kai Hanke sagt: Junge Menschen brauchen passende Angebote.
Die Angebote müssen zu ihrem Alter passen.
Sie sollen nicht ausgeschlossen werden.
Die Anbieter müssen mehr tun.
Es braucht klare Regeln.
Diese Regeln müssen kontrolliert werden.
Kinder auszuschließen ist falsch.
Wir müssen die Gesetze durchsetzen.
Wir dürfen nicht aufgeben.
Wir müssen über das Leben von Kindern sprechen.
Lebens-Welt ist alles um dich herum.
Dazu gehören: Familie und Freunde.
Auch Schule und Wohn-Ort gehören dazu.
Wir müssen besprechen wie sie Social Media nutzen können.
Nicht ob sie es nutzen dürfen.

Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt in der Diskussion um Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche risikoorientierte Lösungsansätze an, die sowohl rechtlich als auch technisch umsetzbar sind. Maßgeblich für politische Lösungsansätze muss aber eine ganzheitliche Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen bleiben so wie sie die UN-Kinderrechtskonvention vorgibt. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ist für die Eingrenzung von Risiken im Zusammenhang mit Social Media der bereits bestehende Rechtsrahmen zumindest bedingt trag- und ausbaufähig, und muss konsequenter als bislang angewendet werden, um sein Potenzial zu entfalten. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sind die derzeitigen parteipolitischen Schnellschüsse an vielen Stellen kontraproduktiv.
Deshalb plädiert die Kinderrechtsorganisation nachdrücklich dafür, die von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ ihre fachlich fundierte Arbeit machen zu lassen und deren Ergebnisse abzuwarten. Am Ende muss für eine nachhaltig Strategie zum Umgang mit Online-Risiken eine verbindlich abgesicherte Medienbildung ebenso im Mittelpunkt stehen wie eine Verantwortungsübernahme von Anbietern. Pauschale Social-Media-Einschränkungen von jungen Menschen entmündigen Kinder und Jugendliche und verhindern letztlich digitale Teilhabe sowie den Aufbau von Medienkompetenz.
„Es ist wichtig, dass die Regierungsparteien zu dem von Ministerin Prien gesetzten Fahrplan stehen und die eigens eingesetzte Expertenkommission ihre Arbeit machen lassen. Es braucht Lösungen, mit denen risikofördernde Praktiken von Plattformen unterbunden werden und zudem skalierbare Schutzmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen, ohne grundsätzlich in die Teilhabemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen einzugreifen. Ein Blick Richtung Großbritannien und Australien zeigt, dass reine Ausschlussstrategien vor allem dazu führen, dass Kinder und Jugendliche zunehmend Umgehungsstrategien zur Nutzung von Social Media entwickeln und dadurch noch schlechter geschützt sind als zuvor. Dies hilft weder den Kindern noch ihren Familien“, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Wichtig ist daher vielmehr, jungen Menschen ihrem Alter entsprechende Onlineangebote zu bieten, statt sie komplett von der digitalen Welt auszuschließen. Das muss sich auch in einer stärkeren Verantwortungsübernahme von Social-Media-Anbietern niederschlagen, einem Regulierungsrahmen, der diese Verantwortungsübernahme im Sinne der Kinder und Jugendlichen verbindlich macht und einer Medienkontrolle, die diesen Rahmen auch konsequent nutzt. Kinder von den größten sozialen Räumen im Netz auszuschließen, weil wir Gesetze und Normen nicht durchzusetzen wagen, ist ein Eingeständnis des Scheiterns. In der Debatte braucht es eine stärkere Orientierung an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und eine Diskussion darüber, wie sie Social-Media-Plattformen nutzen können und nicht, ob sie sie nutzen dürfen“, so Kai Hanke.

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BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt in der Diskussion um Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche risikoorientierte Lösungsansätze an, die sowohl rechtlich als auch technisch umsetzbar sind. Maßgeblich für politische Lösungsansätze muss aber eine ganzheitliche Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen bleiben so wie sie die UN-Kinderrechtskonvention vorgibt. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ist für die Eingrenzung von Risiken im Zusammenhang mit Social Media der bereits bestehende Rechtsrahmen zumindest bedingt trag- und ausbaufähig, und muss konsequenter als bislang angewendet werden, um sein Potenzial zu entfalten. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sind die derzeitigen parteipolitischen Schnellschüsse an vielen Stellen kontraproduktiv.
Deshalb plädiert die Kinderrechtsorganisation nachdrücklich dafür, die von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ ihre fachlich fundierte Arbeit machen zu lassen und deren Ergebnisse abzuwarten. Am Ende muss für eine nachhaltig Strategie zum Umgang mit Online-Risiken eine verbindlich abgesicherte Medienbildung ebenso im Mittelpunkt stehen wie eine Verantwortungsübernahme von Anbietern. Pauschale Social-Media-Einschränkungen von jungen Menschen entmündigen Kinder und Jugendliche und verhindern letztlich digitale Teilhabe sowie den Aufbau von Medienkompetenz.
„Es ist wichtig, dass die Regierungsparteien zu dem von Ministerin Prien gesetzten Fahrplan stehen und die eigens eingesetzte Expertenkommission ihre Arbeit machen lassen. Es braucht Lösungen, mit denen risikofördernde Praktiken von Plattformen unterbunden werden und zudem skalierbare Schutzmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen, ohne grundsätzlich in die Teilhabemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen einzugreifen. Ein Blick Richtung Großbritannien und Australien zeigt, dass reine Ausschlussstrategien vor allem dazu führen, dass Kinder und Jugendliche zunehmend Umgehungsstrategien zur Nutzung von Social Media entwickeln und dadurch noch schlechter geschützt sind als zuvor. Dies hilft weder den Kindern noch ihren Familien“, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Wichtig ist daher vielmehr, jungen Menschen ihrem Alter entsprechende Onlineangebote zu bieten, statt sie komplett von der digitalen Welt auszuschließen. Das muss sich auch in einer stärkeren Verantwortungsübernahme von Social-Media-Anbietern niederschlagen, einem Regulierungsrahmen, der diese Verantwortungsübernahme im Sinne der Kinder und Jugendlichen verbindlich macht und einer Medienkontrolle, die diesen Rahmen auch konsequent nutzt. Kinder von den größten sozialen Räumen im Netz auszuschließen, weil wir Gesetze und Normen nicht durchzusetzen wagen, ist ein Eingeständnis des Scheiterns. In der Debatte braucht es eine stärkere Orientierung an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und eine Diskussion darüber, wie sie Social-Media-Plattformen nutzen können und nicht, ob sie sie nutzen dürfen“, so Kai Hanke.




