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Schluss mit Sondereinrichtungen – Menschenrechte statt Ausgrenzung

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann - 2021-NEU
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) Zum Welttag der Menschen mit Behinderung erklärte Sören Pellmann, Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Fraktion Die Linke im Bundestag: "15 Prozent unserer Bevölkerung – Menschen mit Behinderungen – erleben tagtäglich Menschenrechtsverletzungen. Und das mitten in Deutschland, im Jahr 2025. Das ist ein Skandal, den wir nicht länger hinnehmen dürfen! Förderschulen, Werkstätten für behinderte Menschen und besondere Wohnformen sind Instrumente der Segregation. Sie verstoßen gegen die UN-Behindertenrechtskonvention und halten Menschen systematisch von gesellschaftlicher Teilhabe fern. Als langjähriger Förderschullehrer habe ich selbst erlebt, wie Kinder mit Behinderungen in Sondereinrichtungen abgeschoben werden – mit minimalen Chancen auf einen regulären Schulabschluss und faktisch ohne Möglichkeit, später zu studieren oder eine reguläre Ausbildung absolvieren zu können."

Und weiter betonte Sören Pellmann: „Der Weg führt dann meist direkt in die Werkstatt für behinderte Menschen – eine Sackgasse. Dort arbeiten Menschen ohne Arbeiterrechte, für einen Hungerlohn. Die Chance, von dort auf den ersten Arbeitsmarkt zu wechseln, liegt bei gerade einmal 0,35 Prozent. Das ist entwürdigend und hat mit echter Teilhabe nichts zu tun! Hinzu kommt: Menschen mit Behinderungen tragen ein deutlich höheres Risiko, Opfer sexualisierter Gewalt zu werden – in Einrichtungen noch einmal mehr. Die aktuelle Studie zu Gewalterfahrungen von 2024 belegt das erschreckende Ausmaß.“

Die Linke fordert:

  • Abschaffung segregierender Sondereinrichtungen: Förderschulen, Werkstätten für behinderte Menschen und besondere Wohnformen müssen durch inklusive Strukturen ersetzt werden.
  • Volle Arbeitnehmerrechte für alle: Menschen in Werkstätten brauchen Mindestlohn, Kündigungsschutz und Mitbestimmung.
  • Umfassende Barrierefreiheit jetzt: Im öffentlichen Raum, im Wohnungsbau, im Verkehr – überall.
  • Gewaltschutz ernst nehmen: Mehr Kontrollen in Einrichtungen und wirksame Schutzkonzepte.
  • Selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen: Statt Heimunterbringung braucht es persönliche Assistenz und ambulante Unterstützung.

„Menschen mit Behinderungen sind Teil der Arbeiterklasse. Ihre Kämpfe sind unsere Kämpfe. Die Linke steht an ihrer Seite – für Inklusion statt Ausgrenzung, für Teilhabe statt Almosen, für Menschenrechte statt Sonderbehandlung! Deutschland muss die UN-Behindertenrechtskonvention endlich vollständig umsetzen. Die abschließenden Bemerkungen des UN-Fachausschusses sind eindeutig: Wir brauchen Deinstitutionalisierung – und zwar jetzt!“ stellte Sören Pellmann klar.

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Raimund Barkam
05.12.2025 08:48

Aufgrund meiner Zangengeburt (*1966) und späterer Haltungsschwäche war ich als Kind, Jugendlicher und Heranwachsender des öfteren beim Orthopäden in Behandlung.

Ebenso nahm ich auch an mehreren Kinderkuren (6 Wochen auf Juist, 6 Wochen auf Wangerooge, 6 Wochen in Bad Wörishofen und 13 Wochen in einem Kinderkurheim auf dem Feldberg / Schwarzwald) teil.

Zuvor war ich aber auch 7 Monate im Kinderheim „Haus Cherny“ in Münster, wegen anfangs gesundheitlicher Probleme. Dort erhielt ich auch Unterricht.

Ich ging damals in die Grundschule in der mein Vater (*1919 – 1997) auch als Hausmeister tätig war.

Den Ratschlag einer Lehrerin, dass ich in die Sonderschule gehen sollte, lehnte mein Vater ab. Stattdessen setzte Er sich dafür für mich ein, dass ich nach Schulzeitschluss in einem Klassenraum einen Nachhilfeunterricht im Fach Mathe-(-matik) erhielt.

Die Regelschulen wie Grundschule und Gesamtschule konnte ich als behinderter Schüler (Rücken- und Kniebeschwerden) genauso mit Nichtbehinderten Schülern besuchen.

Die Gesamtschule verließ ich im Sommer 1985 mit der mittleren Reife (Realschulabschluss = F.O.R = Fachoberschulreife).

Meine Ausbildung zum Bürokaufmann, nach einem vorherigen Eignungstest beim Arbeitsamt, belegte ich vom Sommer 1987 – Sommer 1990 im Berufsbildungswerk Josefsheim Bigge in (5787) Olsberg, gelegen im Hochsauerlandkreis (HSK).

Nach 4jähriger Langzeitarbeitslosigkeit konnte ich in der Zeit vom 02.11.1994 bis Anfang Januar 2000 (Kündigungsschutzverfahren vorm Arbeitsgericht über meine damalige Gewerkschaft HBV) laufend, als kaufmännischer Angestellter im Bürobereich einer Baumaschinenhandlung und somit auf dem ersten, freien und sozialen Arbeitsmarkt wahrnehmen.

Zu einem für mich ungewöhnlichen Schwerpunkt meiner Arbeit, kam ab Anfang 1995, noch der Arbeitsbereich des „Zwangsforderungseinzugsverfahrens der ‚berechtigten und begründeten Ansprüche aufgrund von Forderungen aus Lieferungen (u.) Leistungen‘, also dem Einleiten gerichtlichter Mahnverfahren“ seitens der Geschäftsführerin hinzu.

Nach einer heftigen Verbalattacke der Geschäftsführerin mir gegenüber, ich hatte diese zuvor auf einen ungültigen Debitorenskontosatz von 3,587 % hingewiesen, trat ich nach einer telefonischen Empfehlung eines Mitarbeiters einer Langzeitarbeitsloseninitiative in die für mich damalige Gewerkschaft HBV (jetzt = ver.di ) ein.

Den Skontoabzugsatz ermittelte ich, indem ich den Skontobetrag mit Hundert multiplizieren und durch den Bruttorechnungsbetrag teilte

Ich musste mit der elektromechanischem Schreibmaschine daraufhin, die ursprünglich über dem Computer erstellte Rechnung (Fakturierung), mit der gleichen Rechnungsnummer und dem gleichen Datum Punkt für Punkt abtippen.

Wie es dazu kam, nachdem meine Arbeitsbereiche nur noch den Postausgang und die Schriftgutablage reduziert wurden, dass ich dann auf Verlangen der Geschäftsführerin, als „kaufmännischer Angestellter Tagesrapporte“ schreiben musste, teilte ich im Jahre 2001 dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit.

Inwieweit werden MOBBING und BOSSING seitens, Behörden und Werkstätten des ersten, freien und sozialen Arbeitsmarktes des Wirtschaftsystems der ’sozialen Marktwirtschaft‘ in Deutschland eingesetzt um Arbeitnehmer, Behinderte, wie Nichtbehinderte herauszudrängen aus eigentlich gültigen Arbeitsverträgen von steuer- und sozialversicheringspflichtigen Arbeitsplätzen?

Die Geschäftsführung der Baumaschinenhandlung erhielt damals vom Arbeitsamt über einen Zeitraum von 2 Jahren Monat für Monat insgesamt immer 2.100 DM an Einarbeitungs- und Fördergelder.

Gerne hätte ich, insbesondere mit Hinblick auf den herausfordernden und interessanten Arbeitsaufgabenschwerpunktbereichs des „Einleitens gerichtlicher Mahnverfahren nach den Unterlagen meines Vorgängers“ wenn möglich 45 +/- X-Jahre, je nach meinem Gesundheitzustandes und meiner gesundheitlichen Entwicklung, bis zum Renteneintrittsalter gearbeitet!

Den alten Unterlagen meines Vorgängers nach konnte ich ca. 36.000 DM an Forderungsansprüchen mittels ‚Einleiten gerichtlicher Mahnverfahren‘ betreiben lassen durch Beauftragung von Gerichtsvollziehern (GV), wie auch Obergerichtsvollzieher (OGV) mittels des Erwirkens von Vollstreckungsbescheiden (Schuldtitel).

Ich kam eigentlich nur wegen einer schweren depressiven Erkrankung ab Anfang März 2001.

Inwieweit wurde und wird Fachpersonal durch die „Folterinstrumente“ namens „Bossing“ und „Mobbing“ vom ersten, freien und sozialen Arbeitsmarkt herausgedrängt?

Nicht die Arbeit an und für sich muss immer ein Problem sein, sondern viel mehr das Umfeld der Arbeit mit Arbeitsbedingungen, Arbeits-/Betriebsklima.

Mein Eintritt in die Gewerkschaft hatte nur einen Zweck, nämlich meiner besseren Arbeitsrechtlichen Absicherung!

KEIN Arbeitgeber darf oder muss daher wissen ob man in einer Gewerkschaft als Arbeitnehmerverband ist

Es gibt einen sogenannten Arbeitgeberanwalt namens Helmut Naujocks (*1967), der den wohl unrühmlichen Spitznamen ‚Betriebsrätefresser‘ hat.

Inwieweit interessiert sich die Politik in Deutschland dafür Wie und mit Welchen Mitteln genau Steuer- und Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängt werden?

Gehören auch Behinderte zum Fachpersonal oder nur Nichtbehinderte??