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Special Olympics ist aus Sportdeutschland nicht mehr weg zu denken

Foto mit acht Männern und Frauen vor einem blau-rotem Hintergrund mit SOD-Symbol
Mitglieder des Präsidiums von Special Olympics Deutschland
Foto: SOD/ Sarah Rauch

BERLIN (kobinet) Vor wenigen Tagen Mitgliederversammlung von Special Olympics Deutschland (SOD) im Palace Hotel in Berlin getroffen. Dazu waren rund 130 Delegierte aus den 16 Landesverbänden in die Hauptstadt gekommen. SOD-Präsidentin Christiane Krajewski stellte ihre Rede unter das Leitthema: Wie erreichen wir mehr Teilhabe für Menschen mit geistiger Behinderung?. "Wir blicken auch 2025 auf ein bewegtes Jahr mit vielen Höhepunkten zurück. Special Olympics ist nicht mehr aus Sportdeutschland wegzudenken", sagte sie zu den Delegierten.

Zudem erinnerte die SOD-Präsidentin an die Special Olympics World Winter Games in Turin im März 2025, bei denen das deutsche Team mit herausragenden Leistungen überzeugte. Durch die Medienallianz sei eine breite Berichterstattung gelungen, die Millionen Menschen erreichte und die Botschaft der Inklusion weit über den Sport hinaus in die Gesellschaft trug. „Auch die Landesspiele mit Tausenden Athletinnen und Athleten haben eindrucksvoll gezeigt, dass dieses Veranstaltungsformat mittlerweile fest in Deutschland verankert ist.“

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es noch viel zu tun: „Die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung ist weiterhin unzureichend. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen. Auch als Organisation wollen wir noch besser werden. Dafür brauchen wir Mut, Entschlossenheit und Gemeinschaft. 2018 haben wir den Aufbruch gestartet. Seitdem haben wir viel erreicht. Jetzt beginnt die Zeit des Wachstums“, so Krajewski.

Für die Zukunft nannte die SOD-Präsidentin klare Ziele: „Unser Verband entwickelt sich weiter und arbeitet immer professioneller. Wir haben die Bedingungen verbessert, damit mehr Menschen bei Special Olympics in Deutschland mitmachen können. Unsere Angebote sind größer und vielfältiger geworden. Trotzdem bleiben unsere politischen Forderungen bestehen. Wir brauchen weiterhin verlässliche Unterstützung von der Landes- und Bundespolitik.“

In ihrer Rede hob sie auch ein großes Ereignis hervor: Die Gründung der SOD-Jugendorganisation in diesem Jahr ist ein herausragender Meilenstein. „Kinder und Jugendliche nehmen eine wichtige Rolle bei uns ein. Sie brauchen einen besseren Zugang zu Bewegung und Sport“, erklärte die SOD-Präsidentin. Gerade in diesem Zusammenhang forderte die SOD-Präsidentin die Politik auf, inklusive Bewegungs- und Sportangebote stärker zu fördern. Schulen, Vereine und Freizeiteinrichtungen sollen besser zusammenarbeiten. „Das ist besonders wichtig für eine zukünftige inklusive Kinder- und Jugendhilfe.“ stellte Christiane Krajewski fest.

Darüber hinaus betonte sie die Bedeutung einer strukturellen Verankerung von Bildungsangeboten im Bereich Bewegung, Selbstvertretung und der Entwicklung wohnortnaher Teilhabechancen. Ebenso sprach sie sich für gezielte Unterstützungs- und Assistenzleistungen für Familien aus, um bestehende Barrieren abzubauen.

Ein weiteres Ziel ist der Ausbau von schulischen und außerschulischen Wettbewerben für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung. Sie sollen auch bei bestehenden Wettbewerbsformaten mitmachen können. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Weiterentwicklung des Unified-Konzepts. So sollen inklusive Sportangebote langfristig gesichert werden.