Düsseldorf (kobinet)
Es gibt gerade viele Diskussionen.
Die Diskussionen sind über Geld.
Es geht um Geld-Einsparungen.
Das Geld ist für die Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-hilfe bedeutet: Du bekommst Unterstützung.
Die Unterstützung hilft dir beim Mit-machen in der Gesellschaft.
Die Eingliederungs-Hilfe hilft Menschen mit Behinderung.
Die Verantwortlichen machen Druck.
Sie machen Druck auf Dienst-Leister.
Sie machen Druck auf Menschen mit Behinderung.
Das passiert in verschiedenen Regionen.
Ein Beispiel ist der Landschafts-Verband Rheinland.
Ein Landschafts-Verband ist eine große Organisation.
Die Organisation hilft Menschen mit Behinderung.
Die Organisation hilft auch alten Menschen.
Der Landschafts-Verband arbeitet für mehrere Städte.
Die Abkürzung ist LVR.
Der LVR erkennt bestimmte Zahlungen nicht an.
Es geht um den Paritätischen Tarif.
Tarif bedeutet: Preis-Liste.
Dort stehen alle Preise drin.
Der Paritätische Tarif regelt die Bezahlung.
Der Tarif regelt die Bezahlung von Mitarbeitern.
Der Paritätische Nordrhein-Westfalen hat einen Brief geschrieben.
Der Brief ist an den LVR.
In dem Brief steht eine Bitte.
Der LVR soll den Vertrag anerkennen.
Auch die Lebenshilfen im Rheinland sind betroffen.
Die Verhandlungen dauern sehr lange.
Das ist gefährlich für die Träger.
Ein Träger ist eine Organisation.
Die Organisation leitet eine Einrichtung.
Zum Beispiel: Ein Kinder-Garten.
Oder: Ein Pflege-Heim.
Der Träger ist der Chef von der Einrichtung.
Die Träger haben kaum noch Geld.
Das schreibt die Lebenshilfe NRW.
Das steht in einer Presse-Information.
Bärbel Brüning ist Geschäfts-Führerin.
Bärbel Brüning arbeitet bei der Lebenshilfe NRW.
Bärbel Brüning sagt etwas Wichtiges.
Die Versorgung ist in Gefahr.
Es geht um Menschen mit Behinderung.
Die handelnden Personen verstehen das Problem nicht.
Bärbel Brüning sagt noch mehr.
Das Vertrauen geht verloren.
Die Träger werden im Stich gelassen.
Die Angebote führen zur Insolvenz.
Insolvenz bedeutet: Man hat zu wenig Geld.
Man kann seine Rechnungen nicht bezahlen.
In Verhandlungen gibt es Streit.
Der Streit ist über Eigen-Kapital.
Eigen-Kapital ist eigenes Geld.
Eine Firma hat dieses Geld selbst gespart.
Das Geld gehört nur der Firma.
Die Firma muss das Geld nicht zurück-zahlen.
Aber das Eigen-Kapital liegt oft in Gebäuden.
Die Gebäude kann man nicht einfach verkaufen.
Die meisten Gebäude sind alt.
Die Gebäude brauchen neue Heizungen.
Die Gebäude brauchen Reparaturen.
Das kostet viel Geld.
Banken wollen mehr Sicherheiten.
Die Sicherheiten sind für Kredite.
Ein Kredit bedeutet: Du bekommst Geld geliehen.
Du musst das Geld später zurück-zahlen.
Professor Gerd Ascheid ist Landes-Vorsitzender.
Professor Gerd Ascheid arbeitet bei der Lebenshilfe NRW.
Professor Gerd Ascheid ist Vater.
Sein Sohn hat Down-Syndrom.
Down Syndrom ist eine besondere Art zu sein.
Menschen mit Down Syndrom haben ein Chromosom mehr.
Professor Gerd Ascheid macht sich große Sorgen.
Professor Gerd Ascheid fragt sich etwas.
Was passiert mit den Lebens-Orten?
Die Lebens-Orte sind für Menschen mit Behinderung.
Was passiert mit den Arbeits-Orten?
Die Arbeits-Orte sind für Menschen mit Behinderung.
Können diese Orte weiter bestehen?
Professor Gerd Ascheid bittet die Verantwortlichen.
Die Verantwortlichen arbeiten im Landschafts-Verband.
Appelliert bedeutet: Jemand bittet dringend um etwas.
Die Person möchte etwas erreichen.
Zum Beispiel: Der Bürger-meister appelliert an die Menschen.
Er bittet sie: Bitte helft den Nachbarn.
Die Verantwortlichen sollen sich schnell einigen.
Die Einigung soll mit den Trägern sein.
Die Verantwortlichen sollen faire Vergütungen bezahlen.
Vergütungen bedeutet: Bezahlung für Arbeit.
Eine Person arbeitet.
Dafür bekommt die Person Geld.
Das Geld nennt man Vergütung.
Die Verantwortlichen sollen den Paritätischen Tarif anerkennen.
Das Verhandlungs-Desaster muss aufhören.
Desaster bedeutet: Etwas ist sehr schlimm schief-gegangen.
Es ist eine große Katastrophe passiert.
Zum Beispiel: Das Konzert war ein Desaster.
Fast niemand kam.
Und es regnete stark.
Die Menschen mit Behinderung leiden darunter.

Foto: Ralph Milewski
Düsseldorf (kobinet) Die Diskussion um Kosteneinsparungen bei der Eingliederungshilfe sind auf verschiedenen Ebenen in vollem Gange. Dabei ist zu beobachten, dass von den Trägern der Eingliederungshilfe in einzelnen Regionen schon kräftig Druck auf Anbieter von Dienstleistungen und behinderte Menschen ausgeübt wird. Aktuell werden beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) zum Beispiel Tarifzahlungen der Träger, die in den Paritätischen Tarif eingetreten sind, nicht anerkannt. Einzelne Bestandteile des Vertrags werden in Frage gestellt, was der Paritätische Nordrhein-Westfalen in einem offenen Brief an den LVR deutlich gemacht hat und appelliert, den Vertrag anzuerkennen. Auch Lebenshilfen im Rheinland sind davon betroffen. Die Existenz der Träger ist wegen verzögerter Verhandlungen ohnehin bereits gefährdet, Rücklagen halten nicht mehr lange, wie es in einer Presseinformation der Lebenshilfe NRW heißt.
„Damit ist die Versorgung und Begleitung der Menschen mit Behinderung in NRW gefährdet. Wir sind in großer Sorge, denn es scheint den handelnden Akteuren nicht klar zu sein, was ihr Verhalten in der Konsequenz bedeutet“, sagte die Geschäftsführerin der Lebenshilfe NRW Bärbel Brüning. „Das Vertrauen geht verloren, wenn die Träger hängen gelassen werden und sie Angebote erhalten, die sie absehbar in die Insolvenz zwingen. In Verhandlungen wurde auch schon mit der Eigenkapitalquote von Trägern argumentiert. Dabei beruht diese oft auf Kapitalanlagen, die mit Gebäuden zusammenhängen und kein liquides Kapital darstellen. Im Gegenteil: die meisten Gebäude entsprechen nicht mal mehr aktuellen Werten angesichts von energetischem und weiterem Investitionsbedarf. Banken wollen inzwischen für Kreditaufnahmen weitere Sicherheiten.“
„Als Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom schaue ich mit großer Sorge darauf, wie es weitergehen soll, wenn die Lebens- und Arbeitsorte für Menschen mit Behinderung nicht aufrecht erhalten bleiben können“, so der Landesvorsitzende der Lebenshilfe NRW Prof. Gerd Ascheid. „Wir appellieren an die Verantwortlichen im Landschaftsverband, sich kurzfristig mit den Trägern auf auskömmliche Vergütungen zu verständigen und den Paritätischen Tarif anzuerkennen. Das Verhandlungsdesaster muss beendet werden. Es geht auf Kosten der Menschen mit Behinderung!“

Foto: Ralph Milewski
Düsseldorf (kobinet) Die Diskussion um Kosteneinsparungen bei der Eingliederungshilfe sind auf verschiedenen Ebenen in vollem Gange. Dabei ist zu beobachten, dass von den Trägern der Eingliederungshilfe in einzelnen Regionen schon kräftig Druck auf Anbieter von Dienstleistungen und behinderte Menschen ausgeübt wird. Aktuell werden beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) zum Beispiel Tarifzahlungen der Träger, die in den Paritätischen Tarif eingetreten sind, nicht anerkannt. Einzelne Bestandteile des Vertrags werden in Frage gestellt, was der Paritätische Nordrhein-Westfalen in einem offenen Brief an den LVR deutlich gemacht hat und appelliert, den Vertrag anzuerkennen. Auch Lebenshilfen im Rheinland sind davon betroffen. Die Existenz der Träger ist wegen verzögerter Verhandlungen ohnehin bereits gefährdet, Rücklagen halten nicht mehr lange, wie es in einer Presseinformation der Lebenshilfe NRW heißt.
„Damit ist die Versorgung und Begleitung der Menschen mit Behinderung in NRW gefährdet. Wir sind in großer Sorge, denn es scheint den handelnden Akteuren nicht klar zu sein, was ihr Verhalten in der Konsequenz bedeutet“, sagte die Geschäftsführerin der Lebenshilfe NRW Bärbel Brüning. „Das Vertrauen geht verloren, wenn die Träger hängen gelassen werden und sie Angebote erhalten, die sie absehbar in die Insolvenz zwingen. In Verhandlungen wurde auch schon mit der Eigenkapitalquote von Trägern argumentiert. Dabei beruht diese oft auf Kapitalanlagen, die mit Gebäuden zusammenhängen und kein liquides Kapital darstellen. Im Gegenteil: die meisten Gebäude entsprechen nicht mal mehr aktuellen Werten angesichts von energetischem und weiterem Investitionsbedarf. Banken wollen inzwischen für Kreditaufnahmen weitere Sicherheiten.“
„Als Vater eines Sohnes mit Down-Syndrom schaue ich mit großer Sorge darauf, wie es weitergehen soll, wenn die Lebens- und Arbeitsorte für Menschen mit Behinderung nicht aufrecht erhalten bleiben können“, so der Landesvorsitzende der Lebenshilfe NRW Prof. Gerd Ascheid. „Wir appellieren an die Verantwortlichen im Landschaftsverband, sich kurzfristig mit den Trägern auf auskömmliche Vergütungen zu verständigen und den Paritätischen Tarif anzuerkennen. Das Verhandlungsdesaster muss beendet werden. Es geht auf Kosten der Menschen mit Behinderung!“




