
Foto: Gemeinfrei, public domain
HANNOVER (kobinet) Heute hat im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Hildesheim die Abschlussveranstaltung "10 Jahre Zukunftsoffensive Inklusion mit den Landesbildungszentren" stattgefunden. Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, betonte aus diesem Anlass: "Die Landesbildungszentren befinden sich in einer spannenden Transformation: Sie entwickeln sich von Einrichtungen mit einem Schwerpunkt auf Förderschulen zu Kompetenzzentren für inklusive Bildung. Durch mobile Dienste und Beratungsangebote unterstützen sie zunehmend die inklusive Beschulung an Regelschulen – ohne ihre Kernkompetenz aufzugeben. Dadurch tragen die Zentren nun stärker zur Weiterentwicklung inklusiver Bildung in Niedersachsen bei. Um Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention noch besser umsetzen zu können, sollte der eingeschlagene Weg weitergegangen werden – immer im Sinne der schulischen Inklusion, wonach Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen."
Kurz gesagt ()
Nach zehn Jahren hat sich die Zukunftsoffensive Inklusion erfolgreich abgeschlossen: Die fünf Landesbildungszentren in Niedersachsen haben sich von reinen Förderschulen zu Kompetenzzentren für inklusive Bildung entwickelt. Durch neue Zentren für Beratung, Inklusion und Teilhabe (BIT) können sie nun wohnortnahe Diagnostik, Beratung und Förderung für hör- und sehbeeinträchtigte Kinder anbieten und gleichzeitig Regelschulen bei der inklusiven Beschulung unterstützen.
In Niedersachsen gibt es fünf Landesbildungszentren: vier Landesbildungszentren für Hörgeschädigte in Braunschweig, Hildesheim, Oldenburg und Osnabrück sowie ein landesweit zuständiges Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover. Träger dieser Landesbildungszentren ist das Land Niedersachsen. Die Trägeraufgaben nimmt das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie (LS) wahr. Als überregionale Förder- und Kompetenzzentren mit Schulen im Sinne des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) erbringen die Landesbildungszentren soziale, schulische und berufliche Teilhabeleistungen für Menschen mit Hör- oder Sehbeeinträchtigungen. Vom Tag der Geburt bis zum Erreichen eines möglichst qualifizierten Bildungsabschlusses sind sie der richtige Ansprechpartner auf dem Weg in ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben.
Das zehnjährige Projekt „Zukunftsoffensive Inklusion mit den Landesbildungszentren“ hatte sich das Ziel gesetzt, jungen Menschen mit einer Hör- oder Sehbeeinträchtigung eine inklusive und wohnortnahe Förderung und Beschulung mit der notwendigen sinnespädagogischen Begleitung zu ermöglichen.
In insgesamt zehn Arbeitsgruppen und Teilprojekten haben Mitarbeitende, Eltern sowie Personen aus externen Organisationen ihre Ideen und Vorschläge eingebracht, sodass die Landesbildungszentren ihre Angebote heute mehrheitlich in die Fläche bringen und Diagnostiken, Beratungen und Förderungen wohnortnah und inklusiv erfolgen können. So ist unter anderem in jedem Landesbildungszentrum ein Zentrum für Beratung, Inklusion und Teilhabe (BIT) eingerichtet worden, das basierend auf gemeinsam entwickelten Standards dafür sorgt, dass sowohl Frühförderung als auch Begleitungen in Schule und Ausbildung für sinnesbeeinträchtigte junge Menschen nunmehr niedersachsenweit in vergleichbarer Art und Weise angeboten werden können. Diese Errungenschaften sollen zukünftig fortgeführt und ausgebaut werden.




