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Kritik an GEW-Ignoranz gegenüber dem Menschenrecht auf inklusive Bildung

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Foto: Irina Tischer

Hamburg (kobinet) Anfang Januar 2025 hat die Hamburger Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW Hamburg) ihre bildungspolitischen Forderungen zur Hamburger Bürgerschaftswahl im März veröffentlicht. Für Silke Brockerhoff vom Vorstand von Pro Inklusion Hamburg ist an diesen Forderungen erschreckend, dass die GEW Hamburg das Menschenrecht auf inklusive Bildung ignoriert. Erst im Dezember 2024 hatten Äußerungen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer zur Inklusion in Schulen für viel Wirbel gesorgt. Palmer hatte in einem Interview vorgeschlagen, aus finanziellen Gründen wieder verstärkt auf Sonderschulen zu setzen, da die Inklusion, so Palmer, "inhaltlich nicht gut funktioniert". Nun fordert die GEW Hamburg nach Informationen von Pro Inklusion Hamburg eine deutliche Stärkung der Hamburger Sonderschulen (einschließlich der ReBBZ-Schulen). Die Sonderschulen seien "wertvolle und gleichwertige Bestandteile des Schulsystems“ und müssten "entsprechend ausgestattet und voll ausfinanziert werden.“ Die Sonderschulen hätten "nach wie vor stabile Anmelde- und Schülerzahlen“ und würden "Kindern und Jugendlichen mit besonderem und umfangreichem Förderbedarf ein adäquates Spektrum an Förder-, Therapie-, Erziehungs- und Unterrichtsangeboten“ bieten.

„Diese Forderung macht uns fassungslos. Sonderschulen sind und bleiben Sondersysteme. Sie sind nicht vereinbar mit der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Menschenrecht auf inklusive Bildung. Nur selten führen sie zu einem anerkannten Schulabschluss. Mit dem Besuch einer Sonderschule beginnt meist eine lebenslange Exklusions-Kette. Von der Sonderschule in die Werkstatt und die besondere Wohnform – so sieht der vorgezeichnete Weg für zu viele Menschen mit Behinderungen immer noch aus. Gleichzeitig fordert die GEW Hamburg eine ‚vollständig inklusive Schule‘ und ein längeres gemeinsames Lernen. Allerdings ignoriert sie dabei: Eine inklusive Schule bezieht ALLE mit ein. Sie schließt Kinder und Jugendliche mit Behinderungen nicht aus. Seit mehr als 30 Jahren setzt sich unser Verein Pro Inklusion Hamburg e.V. (ehemals LAG Eltern für Inklusion e.V.) erfolgreich für das gemeinsame Leben und Lernen von behinderten und nicht behinderten Menschen ein: im Kindergarten, in der Grundschule, in den weiterführenden Schulen, in der beruflichen Ausbildung, im Arbeits- und Berufsleben, in der Freizeitgestaltung und in Wohnformen. Wir sind Gesellschafter der Hamburger Arbeitsassistenz (Hamburger Arbeitsassistenz:: Start), einem Fachdienst zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes, der seit 32 Jahren erfolgreich Menschen mit Behinderungen eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht. Außerdem waren wir als LAG Eltern für Inklusion e.V. bereits in den 1980er Jahren maßgeblich an der Einrichtung von Integrationsklassen in Hamburgs Schulen beteiligt“, betonte Silke Brockerhoff vom Vorstand von Pro Inklusion Hamburg.

Link zu den „Leitlinien für gute Bildungspolitik in Hamburg. Forderungen der GEW Hamburg zur Bürgerschaftswahl“: Leitlinien für gute Bildungspolitik in Hamburg | GEW Hamburg

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Die GEW Hamburg ignoriert das Menschenrecht auf inklusive Bildung! – Wie läuft es mit der Inklusion in Hamburg