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Dresden (kobinet) "Wegen Eugenik-Aussagen Vertrauen erschüttert: Sachsens Kassenärzte wählen Chef Heckemann ab", so titelte der mdr einen Bericht vom 4. September 2024. Diesem Schritt sind eine Reihe von Protesten vorausgegangen. "Sachsens Kassenärzte haben ihren Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Heckemann des Amtes enthoben. Das teilte die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen am Mittwochabend mit. Das Vertrauensverhältnis sei nachhaltig gestört und man fühle sich nicht mehr entsprechend der Verantwortung des Amtes vertreten, lautete die Begründung. In einer Sondersitzung befassten sich die Arzt-Vertreter mit umstrittenen Äußerungen Heckemanns zur Eugenetik, die er in einem Editorial geschrieben hatte. Der Text hatte bundesweit Entsetzen und Widerspruch ausgelöst", heißt es weiter im mdr-Bericht.
Vonseiten einer Reihe von Behindertenverbänden war in den letzten Tagen scharfe Kritik an den Äußerungen von Dr. Klaus Heckemann gekommen. Zum Hintergrund heißt es im mdr-Bericht: „Der KV-Chef hatte sich in einem offiziellen Text zur Humangenetik geäußert und darin von ‚Eugenik‘ in ‚ihrem besten und humansten Sinn‘ gesprochen. Er beschrieb eine ‚Zukunftsvision‘, bei der Kosten für die Suche nach Mutationen im genetischen Material drastisch optimiert wären. Dann sei denkbar, dass ‚allen Frauen mit Kinderwunsch eine komplette Mutationssuche‘ nach allen bekannten vererbbaren, schweren Erkrankungen angeboten werde. Mittels künstlicher Befruchtung und Präimplantationsdiagnostik könnte so die Geburt eines schwerstkranken Kindes ausgeschlossen werden.“
Link zum Bericht des mdr vom 4. September 2024
Mit Entsetzen stellte beispielsweise die Humanistische Union fest, dass mit dem Erstarken der extremen Rechten im Land offenbar auch eine Wiederbelebung des Rufes nach Eugenik einhergeht. „Wir warnen eindringlich vor den Gefahren für das Lebensrecht behinderter Menschen“, hieß es vonseiten der Humanistischen Union.




