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Ableismus beim Arzt: Wie inklusiv ist das Gesundheitswesen?

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
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Foto: Pixabay/2247188

Berlin (kobinet) "Ableismus beim Arzt: Wie inklusiv ist das Gesundheitswesen?" So lautet der Titel eines über 5minütigen Fernsehberichts von ZDFheute, der am 4. September 2024 ausgestrahlt wurde. "Gesundheit ist für alle wichtig. Doch Menschen mit Behinderung werden strukturell diskriminiert. Viele Arztpraxen haben Barrieren und sind wenig inklusiv. Was man ändern könnte", heißt es in der Ankündigung des Fernsehbeitrags, in dem u.a. Hanna Kindlein vom Berliner Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) mitwirkt. Der Filmbericht passt bestens, da das Bundesgesundheitsministerium an einem Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen arbeitet, der immer noch auf sich warten lässt.



„Einen passenden Arzt zu finden ist für Menschen mit Behinderung besonders schwer. Barrieren schränken ihre Wahl stark ein. ‚Man wird auch abgewiesen‘, sagt Hanna Kindlein vom Verein aktiv und selbstbestimmt (akse), der zu Fragen der Teilhabe berät. Sie kritisiert das deutsche Gesundheitswesen als wenig inklusiv“, heißt es weiter im ZDF-Beitrag.

Link zum Beitrag in ZDFheute vom 4. September 2024

Lesermeinungen

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Heidi Eiselein
08.09.2024 09:55

Bei mir fängt das Problem leider bei Terminbedarf mit Dringlichkeitscode bereits an der Hotline der 116 117. Mir werden Praxen angeboten, bei denen ich weiß, dass ein Rollstuhlzugang nicht möglich ist (ohne Typen wie Arnold Schwarzenegger). Diskussionen mit der Arztvermittlung kenne ich! Vorwürfe, dass ich wählerisch bin auch…
Und wenn dann die versprochenen Zugangsmöglichkeiten vor Ort nicht mit der Datenbank der Hotline übereinstimmen, ist ad hoc entweder kein Anbieter aufzutreiben, der mich in den Dritten Stock bringt …
Fakt ist, Probleme und übermäßig viel Schriftverkehr mit der Krankenkasse folgen. Entweder weil ein Zusatzbedarf für den Transport notwendig wurde oder der Fahrdienst mich zurück nach Hause brachte – ohne Arztkontakt.
Ich muss mich rechtfertigen, weil ich der Hotline vertraut habe.
Und die Antwrot lautet lapidar, ich soll künftig meine Krankenkasse fragen…
Auch für Blinde ist diese Arztsuche nicht nutzbar.

Wenn Prof. Lauterbach sein herausragenden Strukturreformen umsetzet, wie den Klinik-Atlas im Mai 2024… Die Homepage bietet neben vielen fehlerhaften Informationen auch keine gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandards z.B. Barrierefreiheitsgesetze, …

Ich verlange nicht Perfektionismus in allen Bereichen. Aber korrekte Angaben zur Zugänglichkeit der Praxen sollte genauso Mindeststandard sein, wie das Recht, das Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in barrierefreien Praxen zumindest auf eine Warteliste kommen dürfen! Auch eine bevorzugte Neuaufnahme ist dringend notwendig.
Die „freie Arztwahl“ ist aufgrund baulicher Barrierefreiheit für mich als Rollstuhlfahrer ja allein den Zugang zum Arztkontakt eingeschränkt!