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Bericht über Diskriminierung eines Rollstuhlnutzers in Münchner Bar

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Foto: Irina Tischer

München (kobinet) Die Redaktion der kobinet-nachrichten erreichen immer wieder Berichte von behinderten Menschen, in denen diese Diskriiminierungen schildern. Nun hat "WIR KÜMMERN UNS - barrierefreier Veranstaltungsservice gUG" aus Nürnberg auf einen diskriminierenden Vorfall aufmerksam gemacht. In der Mail der Organisation heißt es u.a.: "In der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 2024 ereignete sich in einem Münchner Club ein ableistischer Vorfall, der uns seit Tagen fassungslos macht."



„Soeben (Samstag früh) erlebte ich etwas, was ich mir in meinen wildesten Träumen nicht hätte vorstellen können: beim Eintritt ins CAMPS, einer Münchner Men-Only-Bar, wurde mir der Eintritt verwehrt mit der Begründung, das Lokal wäre nicht ausgelegt für Rollstuhlfahrer. Dabei war ich bereits 3 Mal dort (außer einer Stufe am Eingang ist alles ebenerdig). Ich weigerte mich zu gehen, worauf die Geschäftsführung kam und meinte, meine Sicherheit wäre hier nicht gewährleistet. Dabei war der Laden zu dem Zeitpunkt mager besucht. Da ich mich weigerte, liess man die Polizei holen. Es kamen zwei Streifen mit 6 Beamten!! und man berief sich auf das Hausrecht des Besitzers. Da ich mich immer noch weigerte raus zu gehen, trugen mich 4 Polizisten wider meinen Willen raus. Als ich ein Video um die Szenerie herum machte, nötigte man mich, dieses zu löschen. Ich pochte darauf, alle Personalien aufzunehmen. Man sagte mir, ich hätte nun ein Jahr Hausverbot…“, berichtet Erwin Aljukić auf Facebook.

Und weiter schreibt er: „Niemals, wirklich niemals in meinem ganzen Leben habe ich so etwas erlebt. Und das ausgerechnet in einer Community, die selber um Gleichberechtigung kämpft. Fernab aller Gesetze: geht es nicht um Solidarität, Akzeptanz, Miteinander? Diskriminierung kann geschehen, wo man es niemals erwarten würde…“.

Link zum Facebookeintrag vom 6. Juli 2024 von Erwin Aljukić