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Wenn die Pakete über Barrieren stolpern

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DHL-Packstation mit Detailbild  eines Bediendisplays auf welchem zu sehen ist, dann man  nur schwer etwas erkennen kann.
Packstation mit Detailbild eines Bediendisplay
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Der Online-Handel gehört zu den Wirtschaftsbereichen, die sich in hohem Tempo entwickeln. Im Jahr 2023 belief sich der Umsatz im E-Commerce in Deutschland auf 85,4 Milliarden Euro und das ist eine Fortsetzung der Entwicklung nach oben. Das allein ist Grund genug einmal zu fragen: Und wie kommt das alles bei den Kundinnen und Kunden an ? Mit anderen Worten: Wie barrierefrei kommen alle diese Päckchen und Pakete bei den Bestellern an ?



Wer auf diese Frage eine Antwort in den sozialen Medien sucht, bekommt zuerst einen Schreck: Bei „Facebook fragen fast 4.000 Mitglieder in einer Gruppe – HERMES GLS UPS DPD DHL – wo ist mein Paket ? Die Gruppe „Paketdienste und Beschwerden“ hat mehr als 42.000 Mitglieder. Und in jeder Gruppe gibt es Fotos, die wohl jeder selbst schon einmal gesehen hat: Pakete im Flur oder vor dem Gartentor abgelegt, Mittelungen, dass niemand zu Hause angetroffen worden wäre.

Hinzu kommen meine persönlichen Erfahrungen als jemand, der mit Rollstuhl unterwegs ist, nach der E-Mail Benachrichtigung zu Hause auf die Lieferung gewartet hat aber dennoch wohl nicht zu Hause war. Das heißt: Mit einem QR-Code, den man nur schwerlich lesen kann auf zur Packstation. Das Display ist vom Rollstuhl aus auch nicht einsehbar. Macht nichts, denn das kann man auch sonst kaum lesen. Wer mit Hilfe dennoch das Paket erhält, muss nun gespannt darauf hoffen, dass es nicht auch noch in einem der oberen Fächer liegt, denn dort wäre auch schwer heranzukommen.

Es gibt somit viele Gründe, als Redakteur im Interesse der Leserinnen und Leser einmal nachzufragen, wie sich die Lieferdienste eine zukünftig barrierefreie Zustellung von Paketen vorstellen. Das ist gar nicht so einfach, denn nur DHL hält das für eine so wichtige Frage, dass sie auch antworten.

„Unser Ziel ist es, unsere stationären Einrichtungen und Produkte für unsere Kund:innen so zugänglich und einfach nutzbar wie möglich zu machen. Uns ist bewusst, dass unsere Packstationen und Poststationen derzeit leider nicht durchweg barrierefrei zugänglich sind. Ihre eigenen Erfahrungen bestätigen das und Ihre Rückmeldung nehmen wir sehr ernst. Aktuell prüfen wir daher Maßnahmen, damit wir die Barrierefreiheit unserer Automaten künftig sicherstellen können“. erklärt DHL-Pressesprecherin Sarah Preuß auf unsere Anfrage. Zugleich verweist sie auf die schon heute gegebenen verschiedene Optionen ein Paket bequem zu empfangen: Neben der klassischen Haustürzustellung und der Zustellung an eine Pack- beziehungsweise Poststation gibt es die Möglichkeit, einen Ablageort auf dem eigenen Grundstück festzulegen, einen bevorzugten Nachbarn anzugeben oder eine bestimmte Filiale einen präferierten DHL Paketshop in der Nähe für die Zustellung der Sendung auszuwählen. Auch eine Mitteilung, dazu, dass grundsätzlich keine Sendungen in der Packstation empfangen möchten, so die Pressesprecherin, ist möglich. Das alle kann auch das Telefon des Kundenservice (0228 433112) abgesprochen werden.

So ganz zufrieden kann man wohl auch mit dem nicht sein, was von DHL zu erfahren war ABER: Von DHL haben wir wenigstens etwas erfahren und, das zeigt die Antwort der Pressesprecherin, es wird dort auch über Barrierefreiheit nachgedacht.

Lesermeinungen

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Sommer
20.06.2024 19:43

Ja, das ist wirklich ein Thema. Die DHL könnte aber ihren Service mit kleinen Maßnahmen schon deutlich verbessern. Man kann schon Ablageort oder Hinterlegen bei Nachbarn in der App eintragen. Schön wäre es, wenn DHL diese Einträge nicht permanent ignoriert und Pakete stattdessen in irgendwelche Paketshops oder Packstationen am Ende der Stadt liefert. Die Shops sind oft nicht barrierefrei erreichbarnund meistens ist es auch nicht der um die Ecke. Ich habe ständig das Problem, dass Pakete nicht abgelegt werden, sondern im Paketshop landen. Verstärkt in der Urlaubszeit. Wohl weil der Zusteller des Deutschen nicht so gut mächtig ist. Beschwerden bringen keine Abhilfe. Man kann erneute Zustellung beauftragen, aber wenn man dann auch nicht da ist, landet das Paket wieder im Shop. Natürlich ein anderer, natürlich wieder am Ende der Stadt. Einen Tag später, ein anderes Paket, da klappt es seltsamerweise. Ich verstehe es nicht. Also hier ist noch viel Optimierungspotenzial für DHL. Die anderen Lieferdienste vermeide ich wo es geht. Die sind einfach katastrophal.