
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt
Berlin (kobinet) In der Zeit vom 24.4.2024 bis 21.8.2024 findet an sechs Terminen die Onlinevortragsreihe "Antidiskriminierung für Alle: Das Potenzial einer umfassenden AGG-Reform für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe" statt, in die Forderungen für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) näher angeschaut werdenen, die es aus der Zivilgesellschaft – vertreten durch das Bündnis AGG Reform Jetzt! - gibt. Die Vorträge sollen niedrigschwellig ins AGG und in die verschiedenen Kritikpunkte zum Gesetz einführen und anhand von Fallbeispielen aus der Praxis anschaulich machen, heißt es vonseiten des Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd). Um g geht es am 28. Mai 2024 von 10:00 – 12:00 Uhr beim Online-Voinnerbetriebliche AGG-Beschwerdestellen und positive Maßnahmen gegen Diskriminierunrtrag via Zoom.
„Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist das zentrale Gesetz in Deutschland, um gegen Diskriminierung vorzugehen. In fast 18 Jahren Praxiserfahrung sind die Schwächen des AGGs weitgehend bekannt: Das Gesetz schützt nicht alle Betroffene von Diskriminierung, es findet nicht in jedem Lebensbereich Anwendung und es hat viele Schutzlücken. Auch ist das rechtliche Vorgehen für Betroffene gegen Diskriminierung zu schwierig. Seit Jahren fordern Expert*innen daher die Einführung eines Verbandsklagerechts, die Beweislasterleichterung zu erweitern und die Geltendmachungsfrist im Fall von Diskriminierung anzuheben, um die Rechtsdurchsetzung für Betroffene von Diskriminierung zu verbessern. Die Ampel-Koalition hat im Koalitionsvertrag eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) angekündigt. Bisher liegt kein Eckpunktepapier für die AGG-Reform vor. Eine Reform ist aber längst überfällig. In dieser Onlinevortragsreihe möchten wir uns die zivilgesellschaftlichen Forderungen zur Reform des Gesetzes genauer anschauen. Zielgruppe der Vortragreihe sind Antidiskriminierungsberater*innen, zivilgesellschaftliche Organisationen, die zu Antidiskriminierung arbeiten sowie Interessierte, die mehr zum AGG und der anstehenden Reform erfahren möchten“, heißt es in der Ankündigung des nächsten Online-Vortrags.
Der Vortrag IV: Innerbetriebliche AGG-Beschwerdestellen und positive Maßnahmen gegen Diskriminierung findet am 28. Mai 2024 von 10:00 Uhr – 12:00 Uhr online via Zoom statt.
„Anlässlich des Diversity Day beschäftigen wir uns in diesem Teil der Vortragsreihe mit den zivilgesellschaftlichen Forderungen hinsichtlich Arbeitgebendenverpflichtungen, innerbetrieblichen Beschwerdestellen und positiven Maßnahmen gegen Diskriminierung. Dabei beleuchten wir einerseits die Reformbedürftigkeit des AGG und andererseits was dies für die Praxis und Implementierung von Beschwerdestellen in Organisationen sowie positiven Maßnahmen bedeuten kann. Nach einem einführenden fachlichen Vortrag, widmen wir uns einem praktischen Beispiel für eine innerbetriebliche Beschwerdestruktur“, heißt es weiter in der Einladung des advd.
Inputgebende sind:
Bettina Veldhoff ist seit 10 Jahren hauptberuflich in der stationären Kinder- und Jugendhilfe tätig. Gestartet an der Basis, dann jahrelang als Teamleitung tätig und mittlerweile Inklusionsbeauftragte und Koordinatorin der AGG-Beratungsstelle von Backhaus Kinder- und Jugendhilfe. Nebenberuflich isrt sie als Dozentin im Studiengang Soziale Arbeit tätig und unterrichtet dabei das Fach „Diversität in der Sozialen Arbeit“. Zusätzlich ist sie als systemische Familienberaterin (vhs concept), Sexualpädagogin (PfS) und Fachkraft für Integration und Inklusion (ils) qualfiziert.
Michael Mindermann ist bei Arbeit und Leben Bremen Bereichskoordinator für Beratung und Empowerment und dadurch die Projektleitung der Beratungsstelle ADA Antidiskriminierung in der Arbeitswelt und MoBA, der Beratungsstelle für mobile Beschäftigte und Opfer von Arbeitsausbeutung. Bei ADA war er insbesondere für die Beratung von Betrieben zu Innerbetrieblichen Beschwerdestellen verantwortlich, konzipierte Fortbildungsformate für Betriebe zum AGG und leitete die AG Antidiskriminierung des Bremer Rates für Integration. Heute kümmert er sich um die Koordination der Beratungsarbeit und die Fortentwicklung der Beratungsstellen.
Hier geht’s zur Anmeldung
Alle weiteren Termine und Inputgebenden gibt’s hier.




