
Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) Die Aktion Mensch lädt zu einer digitalen Studienvorstellung mit dem Titel "Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention – ein internationaler Vergleich der Fortschritte" durch die Autorin Dr. Fiona MacDonald mit anschließender Diskussion am 29. Mai 2024 von 16 bis 18 Uhr im Rahmen einer Zoom-Veranstaltung ein. "Die Studie hat untersucht, wie verschiedene Staaten die UN-BRK im internationalen Vergleich umsetzen. Sie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass Deutschland in wichtigen Bereichen stärker auf der Bremse steht als andere Länder", heißt es in der Veranstaltungsankündigung der Aktion Mensch.
Im Auftrag der Aktion Mensch hat die englische Rechtswissenschaftlerin Fiona MacDonald von der britischen Open University 29 Abschließende Bemerkungen untersucht, die der UN-Ausschuss an 16 Staaten formuliert hat. Mit Hilfe einer von ihr entwickelten Methode der qualitativen Textanalyse hat sie die Häufigkeit und den Schweregrad der vom Ausschuss geäußerten Sorgen und Bedenken quantifiziert und in Noten übersetzt.
„Auf den ersten Blick fällt auf: Keiner der untersuchten Staaten steht gut da bei der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Der Ausschuss äußerte in seinen Abschließenden Bemerkungen schwere Bedenken gegenüber jedem Vertragsstaat. Entsprechend liegen die Gesamtergebnisse der Staaten nicht weit auseinander. Schaut man sich aber einzelne Artikel der Konvention genauer an, dann werden deutliche Unterschiede erkennbar, die zeigen, in welchen Bereichen einzelne Mitgliedsstaaten den größten Handlungsbedarf haben – auch im Vergleich zu anderen Ländern“, heißt es vonseiten der Aktion Mensch.




