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Demonstration zum Bremer Protesttag am 3. Mai

Banner zum Protesttag 2024 des Bremer AK Protest
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Foto: AK Protest Bremen

Bremen (kobinet) "Nie wieder Faschismus! Menschlichkeit ist nicht verhandelbar!" Unter diesem Motto findet die diesjährige Demonstration zum Bremer Protesttag am 3. Mai statt. "Die ersten Monate dieses Jahres waren geprägt von vielfältigen Demonstrationen gegen die menschenfeindlichen Pläne rechter Kreise in diesem Land. Zugleich ist diese rechte Gefahr weiterhin wirksam geblieben. Noch immer erleben Menschen mit Migrationserfahrungen Bedrohungen und Gewalt. Noch immer sind auch Menschen mit Behinderungen von diesen Anfeindungen betroffen. Deshalb sind Solidarität und gegenseitige Unterstützung notwendig. Anlässlich des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen beginnen Betroffene den traditionellen Protesttag am 3. Mai in Bremen mit einer Demonstration. Diese startet ab 12.00 Uhr am Hochbunker in der Admiralstraße. Von dort aus wird der Demonstrationszug auf den Weg zur Bremischen Bürgerschaft am Bremer Marktplatz machen", heißt es in der Ankündigung.



Ab 12.45 Uhr wird dort eine Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen und Musik stattfinden. Auf diese Weise werden Menschen mit Behinderungen erneut deutlich machen, dass sie sich einmischen wollen, denn gerade in diesen Tagen gilt: „Nie wieder Faschismus! Menschlichkeit ist nicht verhandelbar!“, wie es im Aufruf des Arbeitskreis Bremer Protest gegen Diskriminierung und für Gleichstellung behinderter Menschen heißt.

„Auch in Bremen finden Übergriffe gegen Menschen mit Behinderungen statt. So schildert Victoria Rupnow einen von ihr erlebten Überfall: ‚Der Mann sprang mich von hinten an und trat mich. Dabei beschimpfte er mich aufgrund meiner Behinderung.“ Solche Erlebnisse machen Angst und zeigen, dass wir aufgrund unsrer Beeinträchtigungen noch immer ausgegrenzt werden. Solche Situationen werden sicherlich öfter vorkommen und noch mehr Menschen treffen, wenn die Rechten in diesem Land noch stärker werden. Gerade deshalb ist es jetzt wichtig, dass wir uns wehren und uns diesen Kräften gemeinsam in den Weg stellen“, heißt es im von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen verbreiteten Demonstrationsaufruf.

Mit Margret Hamm – der Vorsitzenden des Bundes der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten – nimmt zudem eine Frau an der Kundgebung teil, die sehr genau um die Folgen faschistischer Politik für Menschen mit Behinderungen weiß. Sie führt im Aufruf aus: „Wenn ich von den Schicksalen der ‚Euthanasie‘-Opfer und der Zwangssterilisierten spreche, höre ich oft, das sei doch schon so lange her. Für die Überlebenden konnte es aber nie einen Schlussstrich geben. Sie lebten und leben mit ihren schlimmen Erlebnissen. Wenn ich mir heute anschaue, wie häufig Menschen mit Behinderungen ausgegrenzt werden, kann ich nur sagen, dass wir über Menschlichkeit nicht nur diskutieren dürfen, sondern sie verteidigen müssen.“

„Unsere Demonstration am 3. Mai wird bunt, entschlossen und fröhlich sein“, ist sich Florian Grams, der stellvertretende Geschäftsstellenleiter der LAGS und selbst Rollstuhlfahrer, sicher: „Wir stehen für die volle gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. Das ist ein solidarischer Anspruch, der im klaren Gegensatz zur Ausgrenzung steht, wie sie die Rechten wollen. Wir werden die Solidarität und die Lebensfreude feiern. Dafür gehen wir gemeinsam am 3. Mai auf die Straße.“