
Foto: NetzwerkBüro NRW
Münster (kobinet) Zum Internationalen Tag der Mädchen in Informations- und Kommunikations-Technologie fordert das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung Nordrhein-Westfalen (NRW) mehr Schulungen sowie die Beteiligung an gesellschaftlichen Diskussionen. "Frauen mit Behinderung können von künstlicher Intelligenz profitieren, tragen aber auch erhöhte Risiken, als einzelne Frau und als gesellschaftliche Gruppe,“ erklärte Gertrud Servos, Sprecherin des Netzwerkes und verwies auf eine aktuelle Studie der OECD über die Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz.
Forderungen im Blick auf Mädchen und junge Frauen mit Behinderung nannte Netzwerk-Sprecherin Claudia Seipelt-Holtmann und griff aktuelle Diskussionen mit den autonomen Mädchenzentren in NRW auf: „Mädchen und junge Frauen mit Beeinträchtigung dürfen nicht aus übertriebener Sorge von neuen Technologien ferngehalten werden. Gerade sie müssen wissen, ob und wie KI-Dienste für ihre Bedarfe nützlich sind, aber auch, welche Risiken mit KI verbunden sein und wie sie diese erkennen können.“
Mehr Förderung des Zugangs zu technischen Themen bei Mädchen und jungen Frauen wünscht sich Dr. Monika Rosenbaum vom NetzwerkBüro NRW in Münster. Bei ihren Vorträgen und Workshops zu KI aus Perspektive von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung erlebt sie große Unsicherheit bei Teilnehmerinnen. „Frauen und Mädchen mit Behinderung haben schlechteren Zugang zu neuen Technologien. Sie brauchen Schulung, teils auch die technische Ausstattung, um mitreden und neue Angebote nutzen zu können,“ erklärte Rosenbaum und verwies darauf, dass die Frauen und Mädchen aber schon jetzt Opfer von Missbrauch, Betrug oder von Vorurteilen in den Algorithmen werden könnten. „KI für uns: Wir reden mit!“ so die Forderung der NRW-Frauen.




