
Foto: LWL Landesverband Westfalen Lippe
MÜNSTER (kobinet) Der Sozialausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hatte Ende Februar beschlossen, sein Moratorium aufzuheben und ab sofort auch wieder neue Inklusionsbetriebe mit Lohnkostenzuschüssen zu unterstützen. Der LWL fördert außerdem neu geschaffene Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Inklusionsbetrieben nachrangig mit bis zu 20.000 Euro. Für bestehende Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung können Inklusionsbetriebe pro Arbeitsplatz bis zu 15.000 Euro (insgesamt bis 100.000 Euro pro Unternehmen) bekommen, um Arbeitsplätze zu sichern.
„Inklusionsbetriebe nehmen eine sehr wichtige Funktion im inklusiven Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung ein“, sagte Dr. Georg Lunemann, der Direktor des LWL. „Sie schaffen Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die sonst keine ausreichende Chance auf eine Tätigkeit im allgemeinen Arbeitsmarkt hätten. Deshalb ist es wichtig, dass wir Inklusionsbetriebe wieder stärker fördern.“
Die Aufhebung des Moratoriums ist Teil des Programms „Aufbruch inklusiver Arbeitsmarkt“, das die LWL-Abgeordneten 2023 beschlossen hatten. „Menschen mit Behinderung zu beschäftigen kann ein Teil der Lösung für den allgemeinen Arbeitskräftemangel werden“, skizziert Lunemann das Ziel von „Aufbruch“.
Georg Lunemann erklärt dazu weiter: „Aufbruch heißt für uns 3 mal 10 Prozent – wir wollen zehn Prozent der Menschen mit Behinderung aus den Werkstätten in den ersten Arbeitsmarkt bringen. Wir wollen zweitens als LWL mit gutem Beispiel vorangehen und unsere eigene Schwerbehindertenquote auf zehn Prozent hochschrauben, doppelt so viel wie vorgeschrieben. Und wir wollen drittens die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung bis 2030 um zehn Prozent zu senken.“




