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Wie ist das mit dem barrierefreien Reisen ?

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) In der kommenden Woche treffen sich rund um den Berliner Funkturm wieder Tourismusexperten und Expertinnen zur Internationalen Tourismusbörse (ITB) und in diesem Rahmen auch zum "Tag des barrierefreien Tourismus". Sicherlich wird es bei dieser Veranstaltung wieder viele Informationen über Neuigkeiten und gute Beispiel aus dem Tourismus geben - dass ist nun einmal, neben der Möglichkeit, sich dort zu treffen, sich kennen zu lernen und Netzwerke zu schmieden, der Sinn einer solchen Messe. Zugleich ist es uns von den "kobinet Nachrichten" auch ein Anlass, die Leserinnen und Leser zu fragen, wie sie das mit dem barrierefreien Tourismus so sehen, welche Erfahrungen sie damit machen ?

Gewiss wird es auf eine solche Frage hin viel Positives zu berichten geben. Die Landesmarketingorganisationen haben auf diesem Gebiet viel gearbeitet und es auch geschafft, die Zahl der barrierefreien Angebote weiter zu vergrößern.

Zum Beispiel gibt es unbestritten mehr Hotels, die barrierefreie Zimmer anbieten. Nur bedeutet das eben nicht, dass schon alles in Ordnung wäre. Das habe ich bei der Vorbereitung eines Besuchs in einer größeren Stadt im Land erst selbst erfahren müssen. Bei dem Anruf in einem verhältnismäßig großen Hotel erfuhr ich, dass es dort überhaupt keine Zimmer für Besucher mit Rollstuhl gibt. Ein recht neues, kleines Hotel bietet barrierefreie Zimmer an – aber eben nur eines und das auch nur als Einbettzimmer. Da ich in Begleitung reise also nichts für mich. Die Übersicht eines dritten Hotels zeigt: Zu dem Zeitpunkt alles ausgebucht. Im vierten Hotel hat es dann geklappt: Ich kann also den vorgesehenen Besuch dort machen und hoffe jetzt darauf, dass der Aufenthalt entspannter wird als die Reisevorbereitung.

Häufig wird über die Möglichkeiten geklagt, ohne Barrieren mit der Bahn zu reisen. In der Tat ist auch dort vieles besser geworden. In einigen Regionen kann man sich mit S-Bahn, U-Bahn oder Regionalexpress auch ganz spontan auf die Reise begeben. Und falls nicht wieder einmal irgendwo entlang der Strecke die Fahrstühle defekt sind, kann das auch ganz gut klappen. Aber auch hierbei ist es eben nicht immer so. Wie es dem viel-bahn-reisenden Rollstuhlfahrer Kay Mcquarrie und seine Tochter Ella ergangen war, darüber hatte der Norddeutsche Rundfunk berichtet und darüber ist auch bei kobinet nachzulesen.

Sicherlich könnte man die Liste der Beispiele weiter fortsetzen. Die Erfahrungen mit dem Reisen ohne Barrieren sind also völlig unbestreitbar vielfältig und deshalb möchte die kobinet-Redaktion gern wissen: Wie sind eigentlich Ihre Erfahrungen mit dem barrierefreien Reisen. Schreiben Sie uns unter dem Stichwort „Reisen ohne Barrieren“ doch einmal eine kurze E-Mail an diese Adresse mit Ihren Erfahrungen.