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Bundesarbeitsgericht: Kirchen müssen behinderte Stellenbewerber nicht einladen

Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Foto: Bundesarbeitsgericht

Erfurt (kobinet) "Kirchliche Arbeitgeber müssen bei Stellenausschreibungen gleich geeignete schwerbehinderte Bewerber und Bewerberinnen nicht zwingend zum Vorstellungsgespräch einladen. Wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Donnerstag urteilte, nehmen die evangelische Kirche und ihre Untergliederungen keine staatlichen Aufgaben wahr und sind damit nicht als 'öffentlicher Arbeitgeber' anzusehen", darüber berichtet Domradio.de. Nur für "öffentliche Arbeitgeber" bestehe die gesetzliche Verpflichtung, schwerbehinderte Stellenbewerber bei gleicher Eignung und Qualifikation zum Bewerbungsgespräch einzuladen, entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. (AZ: 8 AZR 318/22)

„Hintergrund des Rechtsstreits war die Stellenausschreibung eines Kirchenkreises der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der Kirchenkreis hatte für sein Verwaltungsamt eine Vollzeitstelle in der Finanzbuchhaltung zu besetzen. Als Qualifikation war die Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten oder eine vergleichbare Ausbildung angegeben. Auf die Stelle bewarb sich auch der mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 60 eingestufte schwerbehinderte Kläger. Er wies auf seine Schwerbehinderung und seine Qualifikation als Großhandelskaufmann hin. Mit Schreiben vom 15. Mai 2020 erteilte ihm der Kirchenkreis eine Absage. Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erfolgte nicht“, heißt es u.a. auf Domradio.de.

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