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Umsichtig unterwegs in Mannheim – aufpassen und anpassen

Maskotchen der Kampagne Umsichtig unterwegs
Maskotchen der Kampagne Umsichtig unterwegs
Foto: Kampagne Umsichtig unterwegs

Mannheim (kobinet) Um die Mannheimer Stadtgesellschaft für das Thema "Gegenseitige Rücksichtnahme und Achtsamkeit im öffentlichen Raum“ zu sensibilisieren, starteten der Badische Blinden- und Sehbehindertenverein V.m.K. (BBSV), die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar und der Gehörlosenverein Mannheim 1891 in der Weihnachtszeit eine gemeinsame Kampagne mit dem Titel "Umsichtig unterwegs in Mannheim – aufpassen und anpassen“.

Wichtige Aufklärungsarbeit für mehr Verständnis

Freie Gehwege ohne rücksichtlos abgestellte E-Scooter oder Fahrräder, Behindertenparkplätze, die von Menschen genutzt werden, die sie wirklich brauchen, flache Bordsteinkanten und ein Blindenleitsystem ohne Hindernisse: Damit sich alle Menschen in Mannheim – mit körperlichen Einschränkungen und ohne – sicher durch den öffentlichen Raum bewegen können, sind neben baulichen Maßnahmen auch mehr gegenseitige Rücksichtnahme und detaillierte Informationen erforderlich. Denn nicht jedem ist bewusst, was er auslöst, wenn er beispielsweise Blindenleitstreifen oder abgesenkte Bordsteine blockiert.

Aktionen und Veranstaltungen bis Ende 2024

Die Mobilitätskampagne, die von der Stadt Mannheim mit Mitteln aus dem Beteiligungshaushalt unterstützt wird, soll deshalb die gegenseitige Rücksichtnahme im öffentlichen Raum fördern und wichtige Aufklärungsarbeit leisten. „Bis Ende 2024 haben wir dafür verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geplant. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren“, erklärt BBSV-Vorsitzender Karlheinz Schneider. „Wir bedanken uns bei der AOK Baden-Württemberg und der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, die als zusätzliche Unterstützer Teile unserer Aktivitäten in diesem und nächsten Jahr unterstützen werden.“

Sympathisches Maskottchen für hohe Aufmerksamkeit

Optisches „Zugpferd“ der Kampagne ist das eigens kreierte Maskottchen – ein kunterbuntes Chamäleon, das bei den unterschiedlichsten Anlässen die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit auf sich ziehen soll. Erstmals tritt das sympathische Plüschtier auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt in Erscheinung. Anschließend flaniert es in den kommenden Monaten immer wieder durch die Innenstadt und ist unter anderem beim städtischen Neujahrsempfang, beim Maimarkt sowie bei Wochenmärkten in den Stadtteilen zu Gast. Um immer wieder auf Achtsamkeit und Rücksichtnahme im öffentlichen Raum hinzuweisen, lächelt es auch auf großflächigen Plakaten, ist auf Info-Flyern und Postkarten zu sehen und schmeckt sogar als Gummibärchen.

Trailer für die Kino-Leinwand und Videoclips auf Social Media

Das Chamäleon, das dank seiner Fähigkeit zur fast kompletten Rundum-Sicht überall mögliche Hindernisse im öffentlichen Raum erkennt, ist schließlich der „Star“ eines Videoclips, der bald in den Mannheimer Kinos zu sehen sein wird und darüber hinaus auch auf Social-Media-Kanälen jüngere Zielgruppen „abholen“ soll.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Mannheimer Content- und Digitalagentur HAAS Publishing einen kompetenten Partner gefunden haben, mit dem wir gemeinsam diese kreative Kampagne auf die Straße bringen können“, so die drei Vereins-Vorsitzenden Karlheinz Schneider, Peter Oedingen und Heinrich Schaudt unisono. Dr. Volker Proffen betonte: „Gegenseitige Rücksichtnahme ist zwingend notwendig“ Das Projekt wird in diesem und im kommenden Jahr mit insgesamt 60.000 Euro aus dem städtischen Beteiligungshaushalt unterstützt. Die Idee konnte sich dabei mit anderen aus der Bürgerschaft eingereichten Vorschlägen durchsetzen. Dass die Kampagne dabei zu einem besseren Miteinander beitragen soll, wird von der Stadt Mannheim besonders begrüßt. „Alle Menschen sollen sich im öffentlichen Raum ohne vermeidbare Hindernisse aufhalten und bewegen können. Entsprechende bauliche Voraussetzungen zu schaffen, ist dabei nur ein Aspekt. Zwingend notwendig ist aber vor allem auch gegenseitige Rücksichtnahme. Nicht jedem ist bewusst, was er auslöst, wenn er beispielsweise Blindenleitstreifen oder abgesenkte Bordsteine blockiert. Hier müssen wir das Bewusstsein auf allen Seiten verbessern“, erklärt Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Dr. Volker Proffen vor dem Kampagnenstart. „Die Kampagne soll diese Achtsamkeit im öffentlichen Raum erhöhen und Aufklärungsarbeit leisten. Ich bin sehr dankbar für die Initiative der Verbände und freue mich, dass die Kampagne über den Beteiligungshaushalt der Stadt Mannheim gefördert werden kann.“

Link zu weiteren Infos zur Mannheimer Kampagne