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MÜNCHEN (kobinet) Menschen mit Behinderung sind von der verheerenden humanitären Krise besonders betroffen. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) fordert, inklusive humanitäre Maßnahmen im Gazastreifen zu verstärken. Menschen mit Behinderung haben größere Schwierigkeiten, an humanitäre Hilfe zu gelangen und brauchen mehr Unterstützung. HI hat am Freitag dazu den Bericht „Inclusive Humanitarian Action – Gaza“ veröffentlicht.
„Viele Menschen mit Behinderung, insbesondere solche mit eingeschränkter Mobilität, können nicht evakuiert werden. Viele sind von ihren Familien getrennt. Manche haben ihre Hilfsmittel verloren, die für ihr tägliches Leben wichtig sind, wie Brillen, Hörgeräte oder Rollstühle. Auch der Verlust von Hygieneartikeln, Windeln, Kathetern usw. beeinträchtigt ihr Leben stark und erhöht das Risiko einer Infektion. Für Menschen mit Behinderung, die sich in dieser chaotischen Situation befinden, ist das Risiko sehr hoch, ausgegrenzt und belästigt zu werden. Der Schutz und der gleichberechtigte Zugang zu humanitärer Hilfe für Menschen mit Behinderung sollte sichergestellt werden“, fordert HI-Rehabilitationsspezialist aus Gaza, Reham Shaheen.
Nach Angaben der UN-Organisation OCHA haben schätzungsweise mehr als 15 Prozent der Binnenvertriebenen eine Behinderung. Die meisten Notunterkünfte sind nicht angemessen ausgestattet. Es fehlen beispielsweise die notwendigen Matratzen und Krankenbetten. Die verteilten Lebensmittel entsprechen nicht den Bedürfnissen von Menschen mit Schluckbeschwerden. Der Zugang zu Gesundheitsdiensten, einschließlich Rehabilitation, ist für Menschen mit Behinderung schwieriger als für andere Menschen.




