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Zügig arbeiten statt Personal abbauen

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DÜSSELDORF (kobinet) In Nordrhein-Westfalen fordern die Sozialverbände VdK und SoVD gemeinsam, endlich die Anträge von Menschen mit Behinderung zügig zu bearbeiten statt Personal abzubauen. Die Sozialverbände wehren sich damit als Sprachrohr für Menschen mit Behinderung gegen Kürzungspläne in der kommunalen Versorgungsverwaltung.



Wer in Nordrhein-Westfalen einen Schwerbehindertenausweis oder etwa die Anerkennung eines Behinderungsgrades beantragen will, der muss sich an ein Versorgungsamt wenden. Dass die Anliegen dieser Menschen dort zügig bearbeitet werden sollten, liegt auf der Hand. Doch ausgerechnet hier will die Landesregierung Stellen kürzen. Als Grund dafür wird angeführt, dass die Zahl der Anträge in den letzten Jahren zurückgegangen ist – und tatsächlich kam es im Aufgabenbereich Schwerbehindertenrecht in den Jahren 2019 bis 2021 zu einem Rückgang um fast 16 Prozent. Der alle drei Jahre stattfindenden Personalbedarfsrechnung zufolge würde dies nun zu einem Wegfall von landesweit 120 „Vollzeitstellen“ führen.

„Der für alle ersichtliche Corona-Effekt wurde hier einfach nicht mit einbezogen“, kritisiert der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge: „2019 lagen die Fallzahlen noch viel höher. Erst danach gab es durch die Pandemie dann einen logischen Knick – die Menschen hatten eben Angst, irgendwo hinzugehen. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, dass die Anträge in den Ämtern bereits seit 2022 wieder enorm zugenommen haben. Statt den corona-bedingten Rückgang zu bewerten, hätte das Land den Durchschnittswert ab dem Jahr 2020 nehmen müssen.“

Das Land Nordrhein-Westfalen hat zwar angekündigt, sich die Fallzahlen für 2023 vorzeitig anzuschauen und den Personalbedarf gegebenenfalls anzupassen, für die Sozialverbände kommt diese Maßnahme jedoch viel zu spät: