Menu Close

Oberbayern richtet Fördertopf für Gebärdensprachdolmetscher ein

Symbol Gebärdensprache
Symbol Gebärdensprache
Foto: Schweizer Eidgenössisches Departement des Innern

MÜNCHEN (kobinet) Gehörlose Menschen brauchen nicht nur bei der Wohnungsübergabe, einer Steuerberatung oder einem Vorstellungsgespräch eine Übersetzung in Gebärdensprache. Die Kosten dafür werden jedoch von keinem Sozialträger übernommen. Um solche Dolmetsch-Einsätze schnell und unbürokratisch zu ermöglichen, richtet der Bezirk Oberbayern jetzt dafür einen besonderen Fördertopf ein. Das hat der Sozial- und Gesundheitsausschuss jetzt beschlossen.



„Zeitnah, unbürokratisch und barrierefrei zugänglich: Das werden viele Einsätze von Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetschern jetzt dank unseres Fördertopfes. Wir füllen diesen mit 20.000 Euro pro Jahr auf“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer und stellt dazu fest: „Das ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt für mehr Teilhabe und Inklusion von gehörlosen Menschen am gemeinschaftlichen Leben.“

Die Einrichtung des Fördertopfes hatten der Landesverband Bayern der Gehörlosen, der Bezirksverband der Hörgeschädigten Oberbayern, der Gehörlosenverband München und Umland (GMU) sowie der Fachverband für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung (BLWG) beim Bezirk beantragt. Von ihnen stammt auch der Vorschlag, diesen mit 20.000 Euro pro Jahr auszustatten.

Ziel ist es, dass für Gebärdensprachdolmetsch-Einsätze, die weder der Bezirk noch ein anderer Sozialträger finanziert, zeitnah und unbürokratisch die Kosten übernommen werden.