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Inklusive Bildungspraxis aus menschenrechtlicher Perspektive

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
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Foto: Von Institut für Menschenrechte - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet) "Inklusive Bildungspraxis aus menschenrechtlicher Perspektive", so lautet der Titel einer Online-Veranstaltung des Projekts "Mit Menschenrechten Brücken bauen – Politische Bildung in Transformationsprozessen“, die vom Deutschen Institut für Menschenrechte am 24. November 2023 von 9:30 - 13:15 Uhr per Zoom angeboten wird.

„Der Begriff der Inklusion kursiert bereits seit geraumer Zeit im Bildungskontext, das dazugehörige menschenrechtliche Verständnis, die nötige Haltung und die entsprechende Umsetzung jedoch leider noch nicht. Inklusion ist eng mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verbunden. Viele Ideen und Ansätze lassen sich jedoch auch auf andere Diskriminierungsdimensionen wie etwa Rassismus übertragen. Als wesentliche Grundsätze der UN-BRK werden u.a. benannt: Nichtdiskriminierung, Chancengleichheit, Achtung der Würde sowie volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft. Die UN-BRK versteht Behinderung weder als Defizit noch als individuelles Problem, sondern als etwas, das im Zusammenspiel zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und den Barrieren in der Umwelt entsteht. Statt die Anpassungsleistung von den Menschen zu erwarten– wie es etwa beim alltäglichen Gebrauch des Wortes Integration mitschwingt – sollen Strukturen und Prozesse so ausgestaltet werden, dass alle Menschen so sein können, wie sie sind und an der Gesellschaft teilhaben können, ohne diskriminiert oder behindert zu werden“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.

Ein solch menschenrechtlicher Inklusionsansatz ist nach Ansicht der Veranstalter*innen eng verbunden mit der Wertschätzung von Vielfalt, mit der Frage, wie Barrieren abgebaut werden können, mit Normalitätsvorstellungen, Diskriminierungsschutz, Partizipation sowie dem Bewusstsein von Würde und Empowerment. „Diese menschenrechtlichen Perspektiven auf Inklusion möchten wir in Bezug auf die Bildungspraxis näher betrachten. Dazu bieten wir Online-Workshops mit anschließendem Austausch an“, heißt es weiter in der Ankündigung.

Mit dabei sind u.a.:

– Sandra Reitz vom Deutschen Institut für Menschenrechte,

– Ottmar Miles-Paul ist Sprecher der LIGA Selbstvertretung, der schon eine Reihe von Empowerment-Schulungen zur Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen durchgeführt hat

– Judy Gummich ist Diversity-Trainerin und Ausbilderin, Prozessberaterin und systemische Coach mit Fokus Menschenrechte, Inklusion und Diversity. Seit mehr als 35 Jahren engagiert sie sich in unterschiedlichen Kontexten zu Belangen der afrikanischen Diaspora in Deutschland, zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, zu Menschen mit Behinderungen sowie zu intersektionalen Lebensrealitäten und Diskriminierungen.

– Dr. Lars Heinemann, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften (Schwerpunkt Bildung und Sozialisation) an der Universität Bremen

– Jürgen Gerdes, Inhaber einer fakultätsübergreifenden Koordinationsstelle für Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der PH Freiburg. Beide waren Mitarbeiter im BMBF-geförderten Verbundprojekt „Schule tatsächlich inklusiv – Evidenzbasierte modulare Weiterbildung für Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte“ (StiEL; 2018-2021).

Link zu weiteren Infos und zur Anmeldung der kostenfreien Online-Veranstaltung