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Lebenshilfe Osnabrück hat 60jähriges Jubiläum gefeiert

Viele Personen,  auch mit Rollstuhl, auf einem Platz vor einem eingeschossigen Gebäude
Mit einem ganz besonderen Teilhabe-Tag hat die Lebenshilfe Osnabrück ihr 60-jähriges Jubiläum im Zoo gefeiert
Foto: Lebenshilfe Osnabrück / Marco Hörmeyer

OSNABRÜCK (kobinet) Am vergangenen Sonnabend hat die Lebenshilfe Osnabrück mit einem ganz besonderen Teilhabe-Tag im Zoo Osnabrück ihr 60jähriges Jubiläum gefeiert. Dabei standen Menschen mit Behinderung und deren Familien im Mittelpunkt. Rund 250 Gäste waren der Jubiläums-Einladung gefolgt.



„Das ist ein tolles Bild – schön, Sie alle hier zu sehen“, freute sich der Vorsitzende der Lebenshilfe Osnabrück, Thomas Schmidt-Benkowitz, bei der Begrüßung der Gäste an und in der Zoo-Gaststätte. Neben Mitarbeitenden und Vereinsmitgliedern waren auch viele ehrenamtliche Helfer des Familienentlastenden Dienstes (FED) sowie Bewohner des inklusiven Wohnprojektes „WirQuartier“ zur Jubiläumsveranstaltung gekommen. Für die Gäste gab es unter anderem kostenlosen beziehungsweise vergünstigten Eintritt, Verzehrgutscheine und inklusive Zooführungen.

„Der Zoo ist durch sein barrierefreies Angebot ein nahezu perfekter Ort für eine solche Veranstaltung“, betonte Schmidt-Benkowitz. Auf Initiative der Lebenshilfe hatte der Zoo bereits 2019 eine „Toilette für alle“ – eine Pflegetoilette mit Pflegeliege und Lifter – für Besucher mit hohem Pflegebedarf eingerichtet. „Das macht den Zoo zu einem Teilhabe-Vorbild in unserer Region“, so Schmidt-Benkowitz weiter. Menschen mit schweren Beeinträchtigungen werde dadurch die Möglichkeit für einen Tagesausflug und somit für mehr Teilhabe gegeben. „Genau dafür setzen wir als Lebenshilfe uns seit nunmehr 60 Jahren ein.“

Zentrale Standbeine der 1963 als Selbsthilfeverein gegründeten Lebenshilfe Osnabrück seien die Angebote des Familienentlastenden Dienstes (FED) sowie der ergänzenden unabhängigen Teilhabe-Beratung (EUTB), das bereits seit 2018 beeinträchtigte Menschen, Angehörige und deren Umfeld unabhängig und kostenfrei zu allen Fragen der Teilhabe berät. Und das an den Standorten Osnabrück sowie neuerdings in Georgsmarienhütte, in Melle und in Bersenbrück.

„Inklusion und Teilhabe sind wichtiger denn je“, betonte Thomas Schmidt-Benkowitz. „Daher weiten wir unsere Tätigkeiten in die Bereiche Mobilität und Wohnen aus.“ Erst kürzlich hat die Lebenshilfe das Projekt „Fahrräder für alle“ initiiert und verleiht künftig ein spezielles Parallel-Tandem. Zudem hat die Lebenshilfe ein Austausch-Netzwerk zum Thema „Selbstbestimmte Wohngemeinschaften“ (SBWG) aufgebaut. Hier können sich Eltern darüber austauschen, wie ihre Kinder mit Behinderung gemeinsam, selbstorganisiert und selbstbestimmt wohnen können. „Wir sehen uns auch künftig als Impulsgeber für ein funktionierendes Miteinander in der Region.“