
Foto: Susanne Göbel
Nürnberg (kobinet) Die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen im Juli 2023 beträgt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg 165.518. Nach einem leichten Rückgang in den letzten Monaten steigt die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Deutschland damit wieder an. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit im Juli 2019 als noch 154.550 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet wurden, liegen die derzeitigen Zahlen mit über 11.000 wesentlich höher als damals.
Auch im Jahresvergleich zum Juli 2022 als 163.092 arbeitslose schwerbehinderte Menschen gemeldet wurden, liegt die derzeitige Zahl mit über 2.000 höher als zur selben Zeit im letzten Jahr. Wenn die Regierungskoalition also die Situation schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verbessern will, müssen zum einen die beschlossenen Maßnahmen greifen und weitere Initiativen ergriffen werden. So zum Beispiel für die ca. 320.000 schwerbehinderten Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn und ohne echte Arbeitnehmerrechte arbeiten, die in den Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit nicht erfasst sind. Mit ca. 0,4 Prozent jährliche Vermittlungsquote auf der allgemeinen Arbeitsmarkt sind für behinderte Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen dringend weitere Initiativen nötig.




