
Foto: DBR
Kassel / Berlin (kobinet) "Neulich im Alltag: 'Was machen Sie denn noch hier? Sie wurden doch schon vor Stunden mehrfach aufgerufen! Ich weiß nicht, ob wir Sie jetzt noch drannehmen können.' AGG Reform Jetzt!" Mit diesem mittlerweile 23. über Twitter verbreiteten Sharepic zeigt der Deutsche Behindertenrat (DBR) mittels einer Social Media Aktion auf, wo behinderte Menschen im Alltag immer noch diskriminiert werden und warum die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) dringend nötig ist. Die Ampelkoalition hat in ihrem Koalitionsvertrag geregelt, dass das seit 2006 geltende AGG reformiert werden soll. Bisher liegt immer noch kein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums vor.
„Was Menschen mit #Behinderung täglich erleben. Heute: Praxisangestellte zu einer schwerhörigen Patientin – diese hatte darauf hingewiesen, dass sie ‚Rufen‘ nicht hört“, heißt es im DBR-Tweet zur Erklärung des Sharepics und zum Hintergrund der erlebten Diskriminierung.
Hinweis: Aufgrund veränderter Bedingungen bei Twitter können die folgenden Tweets nur noch von Menschen aufgerufen werden, die bei Twitter registriert sind. Die Inhalte der Tweets wurden aber in den Berichten der kobinet-nachrichten wiedergegeben, die im kobinet-Archiv zu finden sind.
Links zu den Tweets des DBR:
Link zum 23. Tweet zur Diskriminierung hörbehinderter Menschen beim Arzt
Link zum 22. Tweet zur Diskriminierung im Restaurant
Link zum 21. Tweet zur Diskriminierung beim Abschluss von Versicherungen
Link zum 20. Tweet zur Diskriminierung in der Rehaklinik
Link zum 19. Tweet zur Diskriminierung in der Apotheke
Link zum 18. Tweet zur Diskriminierung beim Ferienlager
Link zum 17. Tweet zur Diskriminierung beim Röntgen
Link zum 16. Tweet zur Diskriminierung beim Einkauf von Menschen mit Lernschwierigkeiten
Link zum 15. Tweet zur Diskriminierung durch lange Umwege bei nicht-barrierefreien Eingängen
Link zum 14. Tweet zur Diskriminierung von Menschen, die einen Assistenzhund nutzen
Link zum 13. Tweet zur Diskrimineirung aufgrund fehlender Gebärdensprachdolmetschung
Link zum 12. Tweet zur Diskriminierung bei der Nutzung von Bussen
Link zum 11. Tweet zur Diskriminierung beim Kauf von Produkten
Link zum 10. Tweet zur Diskriminierung bei der Promotion
Link zum 9. Tweet zur Diskriminierung bei Fortbildungen
Link zum 8. Tweet zur Diskriminierung beim Schwimmbadbesuch
Link zum 7. Tweet zur Diskriminierung bei der Nutzung der Bahn
Link zum 6. Tweet zur Diskriminierung beim Arzbesuch
Link zum 5. Tweet zur Diskriminierung beim Abschluss eines Mietvertrags
Link zum 4. Tweet zur Diskriminierung bei der Kontoeröffnung
Link zum 3. Tweet des Deutschen Behindertenrats zur Diskriminierung beim barrierefreien Hotelzimmer
Link zum 2. Tweet des DBR zur Diskriminierung beim Blutspenden
Link zum 1. Tweet des DBR zur Diskriminierung beim Zahnarzt
Links zu weiteren Infos:
Link zur Übertragung der Vorstellung des Jahresberichts der ADS auf phoenix vom 27. Juni 2023





Die Frage ist auch, ob sich diese und ein paar der übrigen getweeteten Beispielsituationen, so sie sich denn jeweils tatsächlich in der geschilderten Form zugetragen haben, durch eine AGG-Reform aus der Welt schaffen lassen. Wenn ich beispielsweise als Patient in einer Arztpraxis nach längerer Zeit das Gefühl habe, nicht aufgerufen worden zu sein, erfrage ich doch irgendwann selbst einmal am Empfang den Sachstand – und weise die dort Tätigen ggf. auf mein Hördefizit hin.
Irgendwie geht mir diese Kampagne des DBR doch sehr am eigentlichen Problem vorbei…
gut zusammengefasst….. sehe ich auch so!!
zumal:
Einen einzelnen Satzauf eine Diskriminierung zu stülpen, halte ich doch eher für schwierig, da ja auch der zusammenhang wichtig ist…..genau dieser fehlt ja hier……. ergo:
Nachliefern bitte!! Nicht nur mit einem Satz arbeiten!!
Es gibt auch andere Beispiele. Ich unterstütze einen Freund, der als Muttersprachler DGS-Kurse über die Volkshochschule anbietet. Eine Fachärztin aus dem Nachbarort hat an einem Anfängerkurs teilgenommen, damit sie sich mit ihren gehörlosen Patienten verständigen kann. Abseits des Kurses hat sie sich getroffen, um die Gebärden zu erfragen, die sie speziell braucht und um Grammatikfragen zu besprechen. Ich weiß, sie steht nicht für alle Ärzte, aber so kann’s eben auch gehen.
Ein gutes Beispiel um zu zeigen, dass menschen, wenn sie für ihren Job wirklich brennen, bereit sind vieles zu machen…….. Leider gehört diese Ärztin wohl zu einer Minderheit!!! Aber sie dient als gutes beispiel!!
Danke fürs Teilen! DAS sind guten nachrichten zur Inklusion!!
Ich beziehe mich jetzt ausschließlich auf den Text im Bild:
Geht das wirklich nur Menschen mit behinderung so? Oder betrifft das im Endeffekt vieleicht doch ALLE Menschen? Und: Könnte es eventuell sein, dass alles was passiert einen grund haben könnte?
Kann es Eventuell sein, das solche Dinge nunmal passieren, wenn menschen insgesamt gesehen miteinander zu tun haben??????? Das ist definitiv kein Problem dass nur Menschen mit Behinderung haben!!!!!!!
Musste mal gesagt sein!!
und:
Sowas ist MIR PERSÖNLICH zu wenig……… Ausführlich mit Lösungsansatz…..das würde ich besser und vor allem Zielführender!!
Nix für Ungut!!
„Oder betrifft das im Endeffekt vielleicht doch ALLE Menschen?“ – Ja, das betrifft alle Menschen.
Mittlerweile habe ich auch dieses „mimimi … “ satt, wenn Menschen (ich bin selbst schwerbehindert) wegen jedem Kram rumjammern und immer nur meinen, dass da eine Diskriminierung vorliegt.
Mir scheint es, dass der Blick aufs GANZE fehlt.
Statt „mimimi“ mal mit Lösungen kommen, aber vorher genau analysieren ob es ein Problem ist, dass nur Menschen mit Behinderungen trifft, das kann ich nur unterstützen.
Übrigens: Es gibt mittlerweile viele Menschen in der Politik die wegen dem „Mimimi“ und fehlenden Lösungsvorschlägen, auf die Forderungen der Verbände nicht mehr achten, diese sogar ignorieren.
Über das heute veröffentlichte Grundlagenpapier zur AGG-Reform hat Kobinet nicht berichtet, obwohl dieses viele Punkte die seitens des Bündnisses“ AGG Reform jetzt“ gefordert wurden, sich in dem Papier wiederfinden. Nicht wegen dem Bündnis, das hat man politisch seit Monaten ignoriert, sondern wegen den Menschen, die von außen mit Lösungsvorschlägen und klarer Differenzierung, an den Inhalt indirekt mitgewirkt haben, konnte das Papier so formuliert und erarbeitet werden.