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Selbsttötung – keine „leichte Lösung“ in schwierigen Lebenssituationen

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Hamburg (kobinet) Heute, am 6. Juli 2023, berät der Deutsche Bundestag eine Regelung der Beihilfe zum Suizid und zur Entwicklung eines Suizidpräventionsgesetzes. Die Evangelische Stiftung Alsterdorf (ESA) als christliches, diakonisches Unternehmen unterstützt u.a. Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen darin, selbstbestimmt zu leben. "Wir verfolgen die Diskussion um den 'Assistierten Suizid' kritisch“, sagt Pastor Uwe Mletzko, Vorstandsvorsitzender der ESA. "Wir fördern und unterstützen das Leben in seiner Vielfalt, auch in schwierigen Umständen und Lebenssituationen. Gleichzeitig ist der Wille des Menschen Ausgangspunkt unseres Handelns.“



Sollte der Wille zu sterben ausgedrückt werden, ist es nach Ansicht von Uwe Mletzko von zentraler Bedeutung, dass es Möglichkeiten der angemessenen Aufklärung, Beratung und (seelsorglichen) Begleitung gibt. „Angemessen bedeutet, dass auch Menschen, die kognitiv oder psychisch beeinträchtigt sind, umfassend, verständlich und mit Zeit begleitet werden. Es darf nicht dazu kommen, dass sich jemand unter Druck entscheiden soll oder den Suizid als vermeintlich ‚leichte Lösung‘ in schwierigen Lebenssituationen will.“ Deshalb seien auch die Angebote zur Suizidprävention zusätzlich auszubauen.

Es brauche einen breiten gesellschaftlichen Diskurs um die bestehenden offenen Fragen zu klären, so Mletzko. Dabei müsse insbesondere die Selbstvertretung von Gruppen wie Menschen mit Behinderung, chronischen oder psychischen Erkrankungen mit einbezogen werden.