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Bedeutung der Behindertenrechtsbewegung betont

Arne Frankenstein im E-Rolli bei Special Olympics Veranstaltung auf Bremer Marktplatz
Arne Frankenstein im E-Rolli bei Special Olympics Veranstaltung auf Bremer Marktplatz
Foto: Büro LBB

Bremen (kobinet) Die Athlet*innen, die an den Special Olympics World Games mitwirken, sind mittlerweile in den Host Towns angekommen. Dies wurde in vielfältiger Weise von den Medien und der Politik aufgegriffen, nicht immer im Sinne der Selbstvertretung und Menschenrechtsperspektive, wie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul beobachtet. Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, hat am 14. Juni die Gelegenheit genutzt und den Bogen von den Special Olympics zur Behindertenrechtsbewegung in den USA und in Bremen gespannt.

„Arne Frankenstein hat gestern auf dem Marktplatz die enge Beziehung der Behindertenbewegung zwischen den ‚Disabilities Right Movements‘ in den USA und der 1977 von Horst Frehe und Franz Christoph gegründeten 1. Bremer ‚Krüppelgruppe‘ hergestellt“, heißt es in einer über Facebook vom Team des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen verbreiteten Meldung über die Veranstaltung zu den Special Olympics vom 14. Juni in Bremen. Und weiter heißt es: „Arne Frankenstein betonte die tollen Impulse, die von Special Olympics lokal und weltweit ausgehen und teilte abschließend mit, wenn der LBB einen freien Wunsch hätte, dann wäre das die demokratische und inklusive Gesellschaft in der das olympische Feuer niemals erloschen würde.“

Link zum Facebookeintrag von Arne Frankenstein

Die LIGA Selbstvertretung hofft, dass die Betroffenen selbst verstärkt in den Medien zu Wort kommen und neben den für sie wichtigen sportlichen Erfahrungen auch deutlich machen können, wie viel noch gegen die Diskriminierung von Menschen mit Lernbeeinträchtigungen und mehrfachen Behinderungen getan werden muss. Deutschland sei schließlich Weltmeister in Sachen Aussonderung, das müsse sich nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung schleunigst ändern.

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Uwe Heineker
15.06.2023 10:11

Die LIGA Selbstvertretung hofft, dass die Betroffenen selbst verstärkt in den Medien zu Wort kommen und neben den für sie wichtigen sportlichen Erfahrungen auch deutlich machen können, wie viel noch gegen die Diskriminierung von Menschen mit Lernbeeinträchtigungen und mehrfachen Behinderungen getan werden muss. Deutschland sei schließlich Weltmeister in Sachen Aussonderung, das müsse sich nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung schleunigst ändern.“ Diese Sichtweise ist richtig und findet auch meine völlige Zustimmmung – dennoch sehe ich hier einen Haken: die Einrichtungen, die aussondern (Heime, Werkstätten) tragen wohl kaum dazu bei, dass sich die Betroffenen zu widerstandsfähigen Persönlichkeiten entwickeln können (= https://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie) ) und deshalb leicht beeinflussbar sind. Vor diesen Hintergrund bin ich sehr misstrauisch, dass sich die Betroffenen auch entsprechend kritisch äußern (können).