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Landes-Antidiskriminierungsstelle zeigt Flagge in Stuttgarter Innenstadt

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Stuttgart (kobinet) Die im baden-württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration angesiedelte Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg (LADS) lädt alle Bürgerinnen und Bürger am 25. Mai zwischen 15 und 19 Uhr auf die Königstraße in Stuttgart ein. Mit der Veranstaltung "Flagge zeigen – für Vielfalt, gegen Diskriminierung“ möchte die LADS über verschiedene Formen von Diskriminierung informieren und ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt setzen.

Auf einer Bühne und an Infoständen informieren Akteurinnen und Akteure, Künstlerinnen und Künstler sowie Vereine über ihre Arbeit. Weitere Informationen zu den teilnehmenden Vereinen gibt’s auf der Webseite zur Veranstaltung.

„Dass Menschen immer noch Diskriminierung erfahren, dürfen wir nicht hinnehmen. Das machen wir mit unserer Veranstaltung auf der Königstraße deutlich“, sagte der baden-württembergische Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha im Vorfeld der Veranstaltung. „Wir sind verschieden und haben dennoch alle das Recht auf Gleichbehandlung. Diskriminierung gibt es leider in jedem Lebensbereich. Hier sind wir alle gefordert, wir müssen unsere Stimme erheben.“

Auf der Veranstaltung stellen Fachvorträge und künstlerische Beiträge jeweils einen der Diskriminierungsgründe in den Fokus, also beispielsweise rassistische Diskriminierungen, Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder einer Behinderung. „Das vielfältige Engagement gegen Diskriminierung in Baden-Württemberg wird deutlich durch die Arbeit zahlreicher Menschen, die sich aktiv für Vielfalt und gegen Diskriminierung einsetzen“, erklärte Minister Lucha. Die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Dr. Ute Leidig, hält zum Abschluss der Veranstaltung gegen 18 Uhr ein Grußwort. Darüber hinaus stellen Vereine und Verbände an Infoständen ihre Arbeit vor und sensibilisieren Bürgerinnen und Bürger dafür, dass viele Menschen und aus unterschiedlichen Gründen Diskriminierungserfahrungen machen. Die LADS wird ebenfalls mit einem Stand vertreten sein.

Weitere Informationen zur Arbeit der Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg sowie zur Antidiskriminierungsberatung

Das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration hat die Antidiskriminierungsstelle des Landes (LADS) im Jahr 2018 eingerichtet. Ziel der LADS ist eine Gesellschaft, in der Diskriminierungen erkannt und sanktioniert werden. Und eine Gesellschaft, in der Betroffene Hilfe bekommen – zu Hause, bei der Arbeit und in der Öffentlichkeit. Die LADS unterstützt daher auch als Erst-Anlaufstelle Betroffene dabei, eine Beratungsstelle gegen Diskriminierung in ihrer Nähe zu finden. Aktuell gibt es in Baden-Württemberg neun lokale Beratungsstellen (angesiedelt in Esslingen, Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Stuttgart und Tübingen/Reutlingen). Die lokalen Beratungsstellen gegen Diskriminierung werden stets gemeinsam von Land und Kommune finanziert. Land, Kommune und Zivilgesellschaft gehen gemeinsam ein starkes Bündnis gegen Diskriminierung ein.

Ergänzend wurde eine überregionale Beratungsstelle gegen Diskriminierung eingerichtet, um eine Beratung auch für Menschen anzubieten, in deren Nähe bislang keine lokale Beratungsstelle besteht. Alle Beratungsstellen in Baden-Württemberg beraten und informieren zu allen Diskriminierungsgründen.

Weitere Informationen zu den Beratungsstellen gegen Diskriminierung: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/antidiskriminierungsstelle-des-landes-baden-wuerttemberg/beratung-vor-ort

Die Landesregierung hat sich die Stärkung der Arbeit für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ausdrücklich zur Aufgabe gemacht. In einem Landesaktionsplan, der derzeit in Vorbereitung ist, sollen daher die Maßnahmen des Landes gegen Diskriminierung gebündelt und wo erforderlich auch ausgebaut und gestärkt werden. Auch die Erarbeitung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes ist im Koalitionsvertrag vorgesehen, um Betroffene wirksam gegen Benachteiligung zu schützen.