
Foto: VDAB
BERLIN (kobinet) Anlässlich des internationalen Tag der Pflegenden hat der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) festgestellt, dass auch den Pflegeunternehmen mehr Wertschätzung entgegengebracht werden. Aus der Gesellschaft war diese Anerkennung vor allem auch während der COVID-19-Pandemie deutlich zu spüren. Nun fragt sich der VDAB, ob diese Anerkennung auch für die Politik gilt.
Das Thema Pflege hat besonders durch die demografische Entwicklung an Bedeutung gewonnen und damit auch der Stellenwert der Pflegenden. Dies drückt sich vor allem in der auffallend dynamischen Lohnentwicklung aus, die sich in der professionellen Pflege vollzogen hat. Gleichwohl sind zentrale, strukturelle Probleme erhalten geblieben, die sich während und nach der Pandemie sogar noch verstärkt haben.
In Deutschland gibt es bereits knapp fünf Millionen Pflegebedürftige, Tendenz weiter steigend. Demgegenüber stehen 16.115 Pflegeheime und 15.376 ambulante Pflegedienste, die täglich darum kämpfen, die Sicherheit der pflegerischen Versorgung aufrechtzuerhalten.
Dazu stellt Thomas Knieling, der Geschäftsführer des VDAB, fest: „Es ist höchste Zeit, eine strukturelle Reform der Pflegeversicherung voranzubringen, die sowohl die flächendeckende Versorgungssicherheit als auch eine generationengerechte Finanzierung gewährleistet. Wir brauchen den New Deal, eine Strukturreform für die Pflege. Wichtige Punkte sollten dabei die Flexibilisierung des Leistungsrechts und mehr Gestaltungsfreiheit für Unternehmen sein“.
Knieling fordert: „Die Unternehmerinnen und Unternehmer in der professionellen Pflege verdienen die gleiche Wertschätzung wie die Pflegenden selbst“.




