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Berlin (kobinet) Nach längeren Diskussionen haben der Bundestag und der Bundesrat in Abstimmung mit den Bundesländern nun die Weichen für den Start des Deutschland-Tickets gestellt. "Mit diesem Ticket kann man unbegrenzt oft in allen Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs für 49 Euro pro Monat fahren", wie die Deutsche Bahn mitteilt. Das Deutschland-Ticket ist ab sofort im Abo über die Vertriebswege der Deutschen Bahn, aber auch bei einer Reihe von Verkehrsunternehmen erhältlich. Gültig ist es ab 1. Mai 2023 und monatlich kündbar. Inwieweit auch behinderte Menschen diese Angebote barrierefrei nutzen können, bleibt allerdings offen. Denn in Deutschland gibt es nach wie vor einen Flickenteppich was die Barrierefreiheit des Öffentlichen Nahverkehrs angeht. Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai könnte also eine gute Möglichkeit bieten, das neue Angebot auf seine Barrierefreiheit hin zu testen.
„Kund:innen können das Deutschland-Ticket zum Beispiel über die DB-Vertriebskanäle wie bahn.de, DB Navigator (App) und DB Streckenagent (App) sowie deutschlandweit in den DB Reisezentren erwerben. Auch viele andere Verkehrsunternehmen werden das Deutschland-Ticket in ihren Vertriebskanälen verkaufen“, heißt es vonseiten der Deutschen Bahn.
Viele behinderte Menschen erinnern sich noch an die Zeit des 9-Euro-Tickets im Sommer 2022. Überfüllte Züge und Bahnsteige, Barrieren an den Haltepunkten und an den Fahrzeugen und Schwierigkeiten, in dem Gewimmel Ansprechpartner zu finden, die beim Einstieg helfen, waren nur einige Probleme, mit denen behinderte Menschen zu kämpfen hatten. Man darf also gespannt sein, wie sich die Situation ab 1. Mai gestaltet, wenn das Deutschland-Ticket an den Start geht. Klar ist, dass es in Deutschland einen großen Nachholbedarf in Sachen barrierefreie Mobilität gibt, heißt es vonseiten der LIGA Selbstvertretung.
Link zu Infos und zur Kaufmöglichkeit des Deutschland-Tickets der Deutschen Bahn




