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„nora“ und „Tess“ sichern Zugang zu Notrufen

Bild zeigt die nora Notruf App auf einem Smartphone
nora Notruf App
Foto: IM NRW / Bernd Thissen

BERLIN (kobinet) Anlässlich des gestrigen Tages der Sensibilisierung für die einheitliche europäische Notrufnummer 112 hat der Deutsche Gehörlosen-Bund über den aktuellen Stand des barrierefreien Notrufs berichtet. Demnach wurden die Bedingungen für eine erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Wochen weiter entwickelt. Bereits jetzt wird diese App recht breit genutzt.



Grundsätzlich stellen drei EU-Richtlinien (Universaldienstrichtlinie 2002//22/EG, EU-Richtlinie 2018/1972 über den europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation und EU-Richtlinie 2019/882 über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen) sicher, dass Gehörlose und andere Menschen mit Behinderungen kostenlos einen gleichwertigen Zugang zur 112 und zu Notdiensten haben. Diese Anforderungen müssen die nationalen Notrufabfragesysteme bis zum 28. Juni 2025 erfüllen.

Die Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System, die im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen angesiedelt ist, hat im September 2022 einen ersten Jahresbericht 2021/2022 veröffentlicht. Die Notruf-App nora ist weiterentwickelt worden und stellt eine sichere und zuverlässige Zugangsmöglichkeit dar, um die örtlich zuständigen Einsatzleitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst schnell und direkt zu erreichen.

Seit dem Start am 28. September 2021 haben sich bis zum 31. Januar 2023 bereits insgesamt fast 382.000 Personen für die Nutzung der App nora registriert. Mehr als 14.600 Notrufe wurden bisher darüber abgesetzt. Es ist erfreulich, dass die „Tess – Sign & Script – Relay-Dienste für hörgeschädigte Menschen GmbH“ (Tess) ihre App beziehungsweise die Technik überarbeitet und weiterentwickelt hat, sodass bei Notrufen über die mobile App der genaue Standort ermittelt werden kann.