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Fast 200.000 Unterschriften für Mindestlohn in Werkstätten

Lukas Krämer vor der Kamera
Lukas Krämer vor der Kamera
Foto: Lukas Krämer - change.org

Trier (kobinet) "Ich habe 6,5 Stunden am Tag in einer Werkstatt gearbeitet. Diese Werkstattart macht in Deutschland acht Milliarden Umsatz im Jahr. Dennoch zahlt man mir und meinen Kolleg*innen für unsere Arbeit nur 1,35 Euro die Stunde. Es ist für niemanden möglich, davon zu leben, weswegen wir dann auch Grundsicherung vom Staat brauchen. Das kann man mit uns machen, weil wir eine Behinderung haben", das schreibt Lukas Krämer in seiner Petition mit dem Titel: "#StelltUnsEin - Ich fordere den Mindestlohn für Menschen in Behindertenwerkstätten", die er auf change.org eingestellt hat und die bereits von fast 200.000 Menschen unterzeichnet wurde.

Und weiter heißt es in der Petition: „Ich bin Lukas Krämer und hatte als Kind eine Hirnhautentzündung. Die Folge ist eine Behinderung, die mir ein normales Leben nicht möglich macht. Es ist diese Behinderung, die mich in Deutschland wie viele andere dazu gebracht hatte, in Behindertenwerkstätten arbeiten zu müssen. Diese Vollzeitarbeit von der man nicht leben kann, nennt man dann ‚Teilhabe‘.“ Und weiter heißt es: „Ich fordere den Mindestlohn für Menschen in Behindertenwerkstätten! Das würde bedeuten, dass die Arbeiter*innen der Behindertenwerkstätten als Arbeitnehmer*innen gelten und sich auch gewerkschaftlich organisieren dürften.“

Link zur Petition von Lukas Krämer für einen Mindestlohn in Werkstätten