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Niedersächsische Behindertensportverbände arbeiten enger zusammen

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags
Unterzeichnung des Kooperationsvertrags
Foto: BSN

Hannover (kobinet) Die beiden Behindertensportverbände im organisierten niedersächsischen Sport, der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) und der Gehörlosen-Sportverband Niedersachsen (GSN) werden künftig noch enger zusammenarbeiten. Die ohnehin enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit wird künftig noch intensiviert. Beide Verbände wollen vor allem die Aspekte der Teilhabe und Mitbestimmung, also den Aspekt der Partizipation im Sport stärken, wie es in einer Presseinformation heißt.

„Für uns ist Partizipation in allen Entscheidungsprozessen, die den Sport von Menschen mit Behinderungen betreffen, das zentrale Element bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Daher wollen wir als zuständige Fachverbände für den organisierten Sport von Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen unsere Expertise einbringen und die zwischenverbandliche Kommunikation stärken.“, fassen die Präsidenten der beiden Verbände, Karl Finke (BSN) und Timo Kruckemeyer (GSN), den Kern der neuen Kooperationsvereinbarung zusammen. Im „Masterplan Inklusion im niedersächsischen Sport“ des LandesSportBundes Niedersachsen sowie im „Forum Artikel 30 UN-BRK/Inklusion in Kultur, Freizeit und Sport“ arbeiten die beiden Verbände seit Jahren vertrauensvoll zusammen.

Die Abstimmung bei verbandsübergreifenden Themen gegenüber Politik und Gesellschaft sowie auch innerhalb des LandesSportBundes und die gemeinsame Weiterentwicklung des inklusiven Sports im Rahmen des Masterplans Inklusion sind zentrale Anliegen der Kooperation. Konkret sollen ein regelmäßiger Austausch eingeführt und vermehrt gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt werden. Perspektivisch wird die Einrichtung einer Bürogemeinschaft der Geschäftsstellen angestrebt.

Mit Blick auf den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember, nahmen neben den beiden Präsidenten auch BSN-Vizepräsident Heinrich Bredemeier, GSN-Vizepräsidentin Ludmila Schmidt und GSN-Ehrenpräsident Peter Fiebiger an dem gemeinsamen Austausch teil. „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass der Wandel bei der Betrachtung von Menschen mit Behinderungen von einem Defizit- zu einem Kompetenzansatz vollzogen wird. Dies ist die Grundlage, um Partizipation leben zu können.“, so die beiden Präsidenten Kruckemeyer und Finke.