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Information und Aufklärung ermöglicht selbstbestimmte Entscheidungen

Links eine Tafel mit verschiedenen Informationen, rechts der Name Beratung mit Handicap
Logo der online-Beratung "Beratung mit Handicap"
Foto: Dennis Riehle

KONSTANZ (kobinet) Wer hat bei den Entscheidungen des Alltages nicht auch schon einmal vor Schwierigkeiten gestanden, weil man sich nicht in jedem Problem gut auskennen kann. Dann zeigt sich eben, dass man erst durch gute Information sowie Beratung und Aufklärung zu mündigen Bürgern werden kann. Hier will nun die ehrenamtliche Beratungsstelle für Personen mit Handicap und deren Angehörige helfen, die in Konstanz ihre Arbeit aufgenommen hat.

„Viele Benachteiligungen für behinderte Menschen ließen sich vermeiden, wenn sie über ihre Rechte besser unterrichtet wären!“ – Mit diesen Worten fordert der Leiter der ehrenamtlichen Anlaufstelle „Beratung mit Handicap“, Dennis Riehle, die aktuell ihre Arbeit aufgenommen hat und bundesweit kostenlos per Mail erreichbar ist, verstärkte Bemühungen der Politik und Gesellschaft, Teilhabemöglichkeiten durch mehr Information zu schaffen.

Wie der Psychologische, Sozial-, Senioren- und Familienberater erklärt, sei vielen chronisch kranken oder beeinträchtigten Personen nicht bewusst, welche Ansprüche sie hätten. Deshalb verzichteten sie auch auf etwaige Anträge für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen, die ihnen im Grunde jedoch ganz eindeutig zustünden: „Besonders eklatant ist dieser Missstand beim Thema ‚Schwerbehinderteneigenschaft‘ und den Eingliederungshilfen. Obwohl diesem Berechtigtenkreis mit Sicherheit ein Grad der Behinderung zuerkannt oder Integrationsleistungen bezahlt würden, werden diese nicht in Anspruch genommen. Neben Scham und Selbstlosigkeit spielt dabei vor allem das Unwissen eine Rolle“, erläutert der über 13 Jahre in eigener Praxis tätige und heute aufgrund eigener Einschränkungen nur noch ehrenamtlich aktive Berater vom Bodensee seine Erfahrung aus dem Alltag.

„Daher besteht neben der mentalen Stärkung und Coaching insbesondere die Notwendigkeit zu Aufklärung und Edukation“, so der 37-jährige Journalist. „Die häufigsten Anfragen sind deshalb auch sehr prinzipiell gehalten. Da erkundigen sich behinderte Menschen trotz oftmals seit langer Zeit bestehenden Handicaps pauschal, welche Unterstützung der Sozialstaat für sie bereithält und wo oder wie sie zu bekommen sei. Insofern besteht meine Hauptaufgabe gerade darin, die bestehende Gesetzeslage zu referieren und an die zuständigen Stellen zu vermitteln“, beschreibt Riehle den Schwerpunkt der Arbeit der neuen Beratungsstelle.

Für weitere Einzelheiten und Nachfragen kontaktieren Sie im Bedarfsfall Dennis Riehle bitte über diese Internetseite.