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Svenja Steinke: Ich kämpfe für ein Pflegekind

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Berlin (kobinet) "Nur weil ich im Rollstuhl sitze, heißt das nicht, dass ich keine gute Mutter sein könnte! Seit Jahren versucht die 34-jährige Svenja Steinke, auf verschiedenen Wegen ein Kind zu bekommen", heißt es in der Ankündigung eines vor kurzem im ZDF gesendeten Films, der in der Mediathek verfügbar ist.

„Immer wieder stößt sie mit ihrem Kinderwunsch auf Unverständnis. Svenja Steinke möchte ein Pflegekind bei sich aufnehmen. Das zuständige Jugendamt hält sie wegen ihrer Behinderung jedoch für ungeeignet und lehnt ihren Antrag auf Pflegschaft ab“, heißt es weiter in der Ankündigung des Films. „Zuerst hatte Svenja Steinke versucht, eine ehrenamtliche Patenschaft zu übernehmen. Diese wurde ihr verweigert mit der Begründung, Patenkinder kämen oft aus Familien mit psychisch erkrankten Eltern, und ein solches Kind brauche eine ’normale‘ Umgebung und keine Patenperson im Rollstuhl als zusätzliche Belastung. Nun kämpft Svenja Steinke dafür, vom zuständigen Jugendamt als Pflegemutter anerkannt zu werden. Ihr Antrag auf ein Pflegekind wurde abgelehnt – mit der Begründung, sie sei schließlich selbst auf Pflegepersonen angewiesen, wie könne sie sich da um ein Kind kümmern? Tatsächlich lebt Svenja Steinke selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung und beschäftigt als Arbeitgeberin sechs Assistenzen, die sie abwechselnd rund um die Uhr im Alltag unterstützen. Sie mahnt an, dass die zuständige Behörde den Unterschied zwischen Assistenz und Pflege nicht kenne.“

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