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Knackpunkt ist Kriterium der Überlebenswahrscheinlichkeit

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Foto: ht

Freiburg (kobinet) Die Diskussion um nichtdiskriminierende Regelungen im Falle einer Triage ist angesichts des Referentenentwurfs deer Bundesregierung in vollem Gange. "Knackpunkt ist das Kriterium der 'Überlebenswahrscheinlichkeit': Dies könnte dazu führen, dass Menschen mit Behinderung notfallmedizinisch nicht behandelt werden", so bringen die Autor*innen eines aktuellen Beitrags in der Neuen Caritas Dr. Thorsten Hinz und Maria del Pilar Andrino Garcia einen zentralen Kritikpunkt an der Gesetzesvorlage auf den Punkt.

„Menschen mit Behinderung und deren Interessenvertretungen – zuallererst erneut die neun Beschwerdeführer:innen vor dem Bundesverfassungsgericht – sind entsetzt über den Gesetzesvorschlag. Sie fürchten, dass die Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Menschen mit Behinderung in intensiv- und notfallmedizinischen Handlungskontexten nun rechtlich verbindlich verfestigt wird. Der entscheidende Satz im Gesetzentwurf lautet wie folgt: ‚Eine Zuteilungsentscheidung darf nur aufgrund der aktuellen und kurzfristigen Überlebenswahrscheinlichkeit der betroffenen Patientinnen und Patienten getroffen werden'“, schreiben die Autor*innen in dem Artikel.

Link zum Artikel in neue caritas