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Sozialverband schlägt Inflationsalarm

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Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) In der Region Berlin - Brandenburg sind Löhne und Renten nach Angaben des SoVD-Landesverbandes im Bundesvergleich überdurchschnittlich niedrig sowie der Anteil der Menschen in Armut bei Arbeit und im Alter besonders hoch. Mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten von 8,6 Prozent in Berlin und 8,5 Prozent in Brandenburg schlägt dort die Inflation besonders hart zu.

„Wir brauchen dringend ein weiteres Entlastungspaket. Die Energiekostenpauschale von 300 Euro für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte muss mindestens verdoppelt werden. Zudem ist sie auch für Rentner*innen zu zahlen“, verlangt die Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer.

Mit dem fadenscheinigen Argument, dies sei mit 5,35 Prozent Rentenerhöhung im Westen und 6,12 Prozent im Osten bereits abgegolten, wurde ihnen dies nach Einschätzung des Sozilverbandes gerade verweigert. Tatsächlich deckt diese noch nicht einmal die Steigerung der Lebensmittelpreise geschweige denn die explodierenden Kosten für Energie. „Bei Preissteigerungen von 20 Prozent für Hackfleisch können sich viele Berliner*innen nicht einmal mehr ihre beliebten Buletten leisten“, so Engelen-Kefer.

Beide Landesregierungen sind gefordert, so der SoVD-Landesverband Berlin-Brandenburg, die Bundesregierung zu veranlassen, ein weiteres Entlastungspaket nicht nur anzukündigen, sondern endlich auf den Weg zu bringen. „Die Bürger*innen haben ein Anrecht darauf, dass die Regierungen in Bund und Land nicht nur den Mund spitzen, sondern auch pfeifen.“, sagt Engelen-Kefer, und fährt fort: „Wir können doch nicht erst auf eine Gelbwesten-Bewegung wie in Frankreich warten, bis die Spirale nach unten für immer größere Schichten unserer Bevölkerung durchbrochen wird.“