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Grundsteinlegung für inklusives Wohnhaus in Berlin-Wilmersdorf

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Foto: Aktion Mensch

Berlin (kobinet) Zusammen mit Gästen aus Politik, Sozialwesen und Gesellschaft legte die Aktion Mensch am 17. Mai den Grundstein für ihr inklusives Wohnprojekt in Berlin-Wilmersdorf. Mit der nach Prinzipien der Nachhaltigkeit konzipierten Immobilie schafft die Sozialorganisation modernen barrierefreien Wohnraum in zentraler Lage für über 20 Menschen mit und ohne Behinderung. Der Einzug der künftigen Bewohner*innen ist voraussichtlich ab Herbst nächsten Jahres möglich, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.

Mit dem Wohnprojekt in der Prinzregentenstraße reagiert die Aktion Mensch auf den eklatanten Mangel und steigenden Bedarf an barrierefreiem Wohnraum. Schauspielerin Leslie Malton, die in der Nachbarschaft lebt, unterstützt das Anliegen auch aus ihrem familiären Hintergrund heraus. Sie übernahm daher gerne den symbolischen ersten Hammerschlag und sagte: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie elementar sowie emotional wichtig es für Menschen mit Behinderung ist, in unserer Gesellschaft aktiv eingebunden zu sein. Das ist für alle Menschen – mit oder ohne Behinderung – eine große Bereicherung”.

Innovatives Konzept mit Vorbildfunktion

Nach der Fertigstellung im kommenden Jahr wird das inklusive Wohnhaus der Aktion Mensch eines der ersten dieser Art in der Hauptstadt sein. Neben fünf individuellen Wohneinheiten ist auch eine inklusive Wohngemeinschaft, in der Menschen mit und ohne Assistenzbedarf zusammenleben, Teil des Konzepts. „Wir freuen uns, mit unserem Wohnprojekt zu einer vielfältigen Nachbarschaft beizutragen. Denn nur wenn Inklusion ganz selbstverständlich im Alltag gelebt wird, kann eine gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung Wirklichkeit werden”, so Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch.

Eine Nachbarschaft für alle

Neben den Wohnräumen ist in dem Gebäude ein professionelles Beratungs- und Serviceangebot der Stephanus gGmbH angesiedelt, das die Bewohner*innen des Hauses ebenso wie interessierte Nachbar*innen bei der barrierefreien Alltags- und Freizeitgestaltung, der Koordination ambulanter Pflegedienste sowie weiteren Assistenzleistungen unterstützt. Auch bei der Einrichtung des Concierge-Services im Eingangsbereich des Hauses, den ein*e Mitarbeiter*in mit Behinderung betreuen wird, ist der Nachbarschaftsgedanke leitend.

„Menschen mit und ohne Assistenzbedarf leben zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Gemeinsam erkunden sie ihren Sozialraum und organisieren Teilhabe auf Augenhöhe. Ich freue mich über und auf diese neuen Möglichkeiten“, kommentiert Dr. Frank Frese, Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen und Assistenz der Stephanus gGmbH.

Das Wohnhaus wird auf einem Grundstück errichtet, mit dem eine Berlinerin die Aktion Mensch in ihrem Nachlass bedachte. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein in Holzständerbauweise errichtetes Effizienzhaus, das auch bei der Materialauswahl den Prinzipien der Nachhaltigkeit folgt, wie es vonseiten der Aktion Mensch heißt.