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Maßnahmen für mehr Teilhabe bei der documenta fifteen

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Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Begegnung, Austausch und Beteiligung vieler Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen sollen ein zentraler Bestandteil der Praxis der documenta fifteen sein, die vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel stattfindet. Um Teilhabe für ein möglichst breites Publikum zu schaffen, setzt die documenta fifteen auch eine Reihe von Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit in den Bereichen Website, Infrastruktur und Vermittlung um, wie es in einer Presseinformation der documenta heißt.

Website

Die Website der documenta fifteen bietet nach deren Informationen seit Februar 2022 verschiedene Funktionen zum Abbau von Barrieren im Netz, darunter eine Version in einfachem Design, einen Back-to-Top-Button, um schnell zum Anfang zurück zu navigieren, sowie die Möglichkeit zur Kontrastregelung. Für Screenreader-Programme eingerichtet sind eine Sitemap, die die Struktur der Website darstellt, sowie beschreibende Texte hinter allen Abbildungen. Neu auf der Website sei zudem ein Informationsangebot in Leichter Sprache, das auch in weiteren Kommunikationsmitteln wie einer Ausstellungsbroschüre zur Verfügung stehen wird.

Folgen werden Sprungmarken zur besseren Navigation einzelner Website-Sektionen sowie Videos zur Nutzung der Website, über die documenta fifteen und zum Ausstellungsbesuch in Deutscher Gebärdensprache und International Sign (internationale Gebärdensprache).

Infrastruktur

Im Bereich der Infrastruktur erhält das Fridericianum einen dauerhaft installierten Waschraum mit Liege. So soll in der Kasseler Innenstadt auch über die documenta fifteen hinaus Menschen, die reguläre, barrierefreie Toiletten ohne Liegeposition nicht nutzen können, mehr Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden.

Weitere Maßnahmen für einen möglichst barrierefreien Ausstellungsbesuch beinhalten unter anderem Ruheorte innerhalb der Ausstellungsräume und im Stadtraum sowie die Berücksichtigung barrierearmer Wege im Leitsystem der Ausstellung. Detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit der jeweiligen Ausstellungsorte und die Website-Einbindung der Wheelmap, einer Online-Karte zum Finden und Markieren rollstuhlgerechter Orte, ermöglichen eine gezieltere Planung des Besuchs, wie es vonseiten der documenta heißt.

Vor Ort soll die Accessibility Card den Zutritt in die Ausstellungen ohne langes Warten beschleunigen. Die Accessibility Card ist während der Laufzeit im ruruHaus für alle, die Bedarf haben, erhältlich. Die Prüfung einer besonderen Berechtigung findet nicht statt.

Vermittlung

„Die Vermittlungsangebote der documenta fifteen sind generell so konzipiert, dass sie möglichst zugänglich sind. Neben den Ausstellungsrundgängen Walks and Stories in vielen Sprachen, darunter in Deutscher Gebärdensprache, International Sign (internationale Gebärdensprache) und Leichter Sprache, sind auch Rundgänge mit taktilen und multi-sensorischen Inhalten geplant. Kostenfrei in jedem Ausstellungsrundgang mit inbegriffen ist je nach Verfügbarkeit Hörunterstützung per Induktionsschleife“, heißt es weiter vonseiten der documenta.

Die Walks and Stories werden von den sobat-sobat (indonesisch für Freund*innen), den internationalen Kunstvermittler*innen der documenta fifteen, begleitet. Sie werden in non-verbaler Kommunikation, aktivem Zuhören sowie in Leichter Sprache geschult und erhalten einen Sensibilisierungs-Workshop.

Einbindung lokaler und internationaler Netzwerke

Die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen für den Abbau von Barrieren auf der documenta fifteen erfolgt unter Einbezug vielfältiger Stimmen aus lokalen und internationalen Netzwerken. Dazu gehören unter anderem lumbung member Project Art Works, die Begegnungen zwischen Mitarbeiter*innen der documenta fifteen und neurodiversen Gemeinschaften in Kassel und Umgebung initiieren, sowie die Zusammenarbeit mit berlinklusion – Netzwerk für Zugänglichkeit in Kunst und Kultur und Initiativen aus dem Kasseler Ekosistem, darunter dem leicht ist klar – Büro für Leichte Sprache und den fachspezifischen Beiräten der Stadt.

Die documenta fifteen will sich zudem in einem fortwährenden Lernprozess gemeinsam mit ihren Partner*innen für den kontinuierliche Ausbau der barrierefreien Angebote einsetzen. Noch sind die Website und einige Ausstellungsorte nicht vollständig barrierefrei. Auf der Website werden Barrieren benannt, um die Planung des Ausstellungsbesuchs für alle Besucher*innen zu erleichtern.

Fragen, Anregungen oder Kritik zum Besuch und zu den Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit auf der documenta fifteen können gerichtet werden an: [email protected]