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Online-Diskussion zur inklusiven Hochschulbildung

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Foto: Susanne Göbel

Heidelberg (kobinet) Die Vertragsstaaten der UN-Behindertenrechtskonvention haben sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung haben und dass dazu angemessene Vorkehrungen getroffen werden (Art. 24 Abs. 5 UN-Behindertenrechtskonvention). In Deutschland trifft die Verwirklichung inklusiver Hochschulen auf verschiedene Herausforderungen an den Schnittstellen des Bildungs-, des Gleichstellungs-, sowie des Rehabilitations- und Teilhaberechts. Seit dem 22. März rücken die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation und ihre Kooperationspartner die inklusive Hoch­schul­bildung deshalb in den Fokus einer dreiwöchigen Online-Diskussion unter Beteiligung von Expertinnen und Experten.

Ein Studium oder eine Promotion kann für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen mit vielfältigen Barrieren verbunden sein. Um diese abzubauen, bestehen Verpflichtungen der Hochschulen zur Barrierefreiheit sowie Leistungsansprüche von Menschen mit Behinderungen gegenüber den Rehabilitationsträgern und Integrations­ämtern. Für einige Studierende sind Barrieren infolge der Corona-Pandemie entfallen. Für andere stellen virtuelle Lehrformate und Studium im Home-Office aufgrund fehlender digitaler Barrierefreiheit, sozialer Kontakte und Austauschmöglichkeiten mit anderen Studierenden eine Belastung dar. Darüber diskutieren Interessierte, Studierende und Lehrende, Personen aus Rehabilitationsträgern, Integrationsämtern oder Beratungsstellen, aus Wissenschaft und Forschung. Die Diskussion ist öffentlich und niedrigschwellig zugänglich", heißt es in einer Presseinformation zum Diskussionsforum.

Die Diskussion soll Raum für Erfahrungen, Meinungen und u. a. die folgenden vertiefenden Fragen geben:

- Welche besonderen Bedarfe haben Studierende und Promovierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen?

- Wie haben sich Bedarfssituationen durch die Corona-Pandemie verändert?

- Welche Verpflichtungen haben Hochschulen zum Abbau räumlicher und digitaler Barrieren und wie können sie umgesetzt werden?

- Wie können Studierende und Promovierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ihre Ansprüche durchsetzen?

- Welche Weiterentwicklungsbedarfe des Leistungsangebots der Reha-Träger und Integrationsämter gibt es?

Unter Federführung von Prof. Dr. Felix Welti von der Universität Kassel stellen u. a. Dr. Jana Bauer (Universität zu Köln), Prof. Dr. Jörg Ennuschat (Ruhr-Universität Bochum), Michaela Kusal (Akademisches Förderungs­werk, Bochum) und Dr. Susanne Peschke (Universität Hamburg) ihre Expertise für die Diskussion zur Verfügung. Die wesentlichen Ergebnisse des Diskussionsverlaufs werden im Anschluss als Fachbeitrag zusammengefasst.

Die Online-Diskussion ist Teil des Kooperationsprojekts "Zugänglichkeit – Inklusion – Partizipation. Nachhaltige Teilhabe an Arbeit durch Recht (ZIP – NaTAR)“ der DVfR und ihrer Kooperationspartner. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert.

Weitere Informationen gibt's unter: https://fma.reha-recht.de

Link zur Projektseite: https://www.reha-recht.de/zip-natar/

Heidelberg (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sabcx70