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Kinderhilfswerk kritisiert Zuschlag für arme Kinder als zu niedrig

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert den im Koalitionsausschuss beschlossenen Sofortzuschlag für arme Kinder als zu niedrig. 20 Euro mehr für arme Kinder und Jugendliche, und das erst ab 1. Juli, ist nach Einschätzung des Kinderhilfswerkes schlichtweg zu wenig. Mit so einem mageren Ergebnis wird nicht einmal ein Inflationsausgleich geschafft, geschweige denn ein wirkungsvoller Schritt zur Beseitigung der Kinderarmut in Deutschland unternommen.

"Wenn der Bundesfinanzminister jetzt von einem Entlastungspaket in Höhe von mehr als 13 Milliarden Euro spricht, und für arme Kinder und Jugendliche mit dem Sofortzuschlag auf dieses Jahr gerechnet nur knapp 33 Cent am Tag dabei rausspringen, zeigt das das Missverhältnis dieses Pakets sehr deutlich", betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Und Krüger weiter dazu: "Schon der vor einigen Wochen in der Diskussion befindliche Betrag von 25 Euro monatlich würde den tatsächlichen Bedarf von armen Kindern und Jugendlichen für eine sozio-kulturelle Teilhabe nicht abdecken. Der jetzt aufs Jahr 2022 gerechnete Betrag von 10 Euro monatlich zeigt mehr als deutlich, dass an dieser Stelle mal wieder Politik nach Kassenlage gemacht wird. Insbesondere vor dem Hintergrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten von Familien und der viel zu geringen Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze zu Beginn dieses Jahres ist aber eine echte Besserstellung nötig".

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert zudem an die Bundesregierung, mit höchster Priorität eine interministerielle Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland auf den Weg zu bringen.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

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