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Sozialverband entsetzt über Ignoranz der Politik

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Foto: SoVD

BERIN (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) zeigt sich entsetzt darüber, dass die neue Bundesregierung gegenwärtig keine Notwendigkeit sieht, die Regelsätze in der Grundsicherung an die derzeitige Hochpreisphase anzupassen. Aus Sicht des SoVD ist das nicht nachvollziehbar.

SoVD-Präsident Adolf Bauer zeigt sich besorgt und stellt in dem Zusammenhang fest: “Es ist erschreckend, wie sich die Politik im Rahmen der aktuellen Antwort auf eine kleine Anfrage die aktuelle Situation der Grundsicherungsempfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung schönredet. Dabei sind die Preise für Lebensmittel mit 4,8 Prozent zuletzt deutlich höher als die allgemeine Inflationsrate gestiegen, vor allem Gemüse ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9 Prozent teurer geworden.“

Der SoVD weist darauf hin, dass viele Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger zudem mit veralteten, stromfressenden Elektrogeräten und einer viel zu niedrigen Energiekostenpauschale klarkommen müssen.

Erschwerend kommt nach der Einschätzung des SoVD hinzu, dass die Betroffenen häufig in schlecht isolierten Wohnungen leben, in denen übermäßig viel geheizt werden muss.

Damit liegen sie oft über dem, was der Gesetzgeber als „angemessen“ wertet und müssen das fehlende Geld an anderer Stelle einsparen.

Und als wäre das nicht schlimm genug, sind viele Leistungsempfänger auf ein Auto angewiesen, leiden also ebenso unter den erhöhten Benzinpreisen.

BERIN (kobinet) Kategorien Nachricht

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