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Behinderung ist ein immer größeres Armutsrisiko

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Foto: Irina Tischer

STUTTGART (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband blickt mit großer Sorge auf die Armutsentwicklung bei Menschen mit Behinderung. Seit dem Jahr 2006 geht die Schere bei der Einkommensarmut zwischen Menschen, die mit Behinderung leben und jenen, die das nicht tun müssen, sichtbar auseinander. War im Jahr 2018 jede und jeder fünfte Mensch mit Behinderung von Einkommensarmut betroffen, so hat sich, wie der jährliche Teilhabebericht des Paritätischen zu Menschen mit Behinderung belegt, die Armutsbetroffenheit dieser Personengruppe deutlich erhöht.

Im Zeitraum von 2000 bis 2018 ist die Armutsquote bei Menschen mit Behinderungen von 12,1 Prozent auf 19,6 Prozent gestiegen. Auch im reichen Baden-Württemberg leben Menschen mit Behinderung mehrheitlich in Armut und sind stärker als andere von Arbeitslosigkeit betroffen. Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember fordert der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg das Land auf, der Armut von Menschen mit Behinderung durch Maßnahmen für eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen und Arbeitsleben entgegenzuwirken.

"Behinderung ist in vielen Fällen weiterhin eng mit Armut verbunden. Das hängt mit der hohen Arbeitslosenquote und generellen Einkommensarmut bei Menschen mit Behinderung zusammen“, betont Michael Tränkle, Bereichsleiter „Menschen mit Behinderung“ beim PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. Soziale Teilhabe und inklusives Zusammenleben seien in Baden-Württemberg immer noch stark vom individuellen Einkommen abhängig. Um das zu ändern, müsse das Land bessere Teilhabechancen am Arbeitsleben schaffen.

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