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Sozialverbände fordern eine Pflegereform, die ihren Namen verdient

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Nach der Veröffentlichung des Sondierungspapiers fordern Sozialverbände die SPD, Grünen und FDP dazu auf, für eine umfassende Pflegereform mit mehr Personal und besseren Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte auch eine Besserstellung pflegender Angehöriger zu berücksichtigen. Die Sozialverbände drängen weiterhin auf die Fusion der privaten und gesetzlichen Pflegeversicherung in eine Pflegevollversicherung sowie einer jährlichen Anpassung des Pflegegeldes durch eine Dynamisierung aller Pflegeleistungen um fünf Prozent.

Neben VdK und Parität fordern mehrere Sozialverbände eine Pflegereform, die ihren Namen verdient. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen dazu die Einführung der Pflegevollversicherung, der Ausbau der Pflegeinfrastruktur und die Aufwertung von Pflegeberufen.

Die fehlenden Anhebungen der Pflegeversicherungsleistungen haben in den vergangenen Jahren zu einer immer höheren finanziellen Belastung der Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen geführt und bei ambulant Betreuten das Risiko für eine pflegerische Unterversorgung erheblich verschärft beziehungsweise die Zuzahlungen erhöht, mahnen die Sozialverbände. Es brauche deshalb eine gesetzlich vorgeschriebene, jährliche Anhebung der Pflegeversicherungsleistungen in allen Versorgungsformen, die mindestens der durchschnittlichen Bruttolohnentwicklung entspreche.

Nach den Informationen der Sozialerbände verfügt die private Pflegeversicherung bei gleichen Beitrags- und Leistungshöhen über Rücklagen in Höhe von 36 Mrd. Euro, während die gesetzliche Pflegeversicherung in eine finanzielle Schieflage geraten ist. Die Sozialverbände sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf, da im derzeitigen System jede weitere Verbesserung in der Pflege zu einer Steigerung der Eigenanteile der Betroffenen führt. Eine Pflegevollversicherung würde die Situation demnach deutlich entschärfen.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

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