Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Hilfsaktion für Hournalist'innen in Afghanistan
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Assistenz im Krankenhaus – eine Mogelpackung?

Plakat zum Maik-Onlinetalk zur Assistenz im Krankenhaus
Plakat zum Maik-Onlinetalk zur Assistenz im Krankenhaus
Foto: MAIK

München (kobinet) Am 27. Oktober findet von 17:00 - 19:00 Uhr der nächste MAIK Onlinetalk unter dem Motto "Assistenz im Krankenhaus - eine Mogelpackung? Viele Betroffene fühlen sich weiterhin allein gelassen" statt. Thema ist die neue Regelung der Assistenz im Krankenhaus, die im Juni 2021 vom Deutschen Bundestag und im September vom Bundesrat verabschiedet wurde. Es geht darum, dass Menschen mit schweren Behinderungen bei Krankenhausaufenthalten von Personen ihres Vertrauens begleitet werden können, wie es in der Ankündigung der Veranstaltung im Rahmen des Münchner außerklinischen Intensivkongress (MAIK) heißt.

"Das hilft ihnen sehr. Die Kostenübernahme war seit Jahren überfällig. Damit wurde wenigstens am Ende dieser Legislaturperiode ein Teil des Problems angegangen. Allerdings ist die Regelung nicht ausreichend“, sagte die VdK-Präsidentin Verena Bentele am 17. September 2021. Aber sie appellierte an die künftige Bundesregierung, das Gesetz in der nächsten Legislaturperiode dringend nachzubessern. Dem schloss sich auch der Ausschuss für Arbeit, Integration und Sozialpolitik im Bundesrat an, der darauf aufmerksam macht, dass der Personenkreis, der auf eine Begleitung im Krankenhaus angewiesen ist, größer ist und nicht immer Leistungen der Eingliederungshilfe bezieht.

Im Onlinetalk wird die Assistenz im Krankenhaus aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Dinah Radtke, Mitbegründerin der Dachorganisation der Zentren für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), kämpft seit vielen Jahren für die Assistenz im Krankenhaus und hat immer wieder persönliche Gespräche mit der Fachpolitik geführt. U.a. hatte sie Jens Spahn, dem scheidenden Bundesminister für Gesundheit, vor Jahren bereits eine Resolution überreicht. Im Talk wird Dinah Radtke einen kurzen Einblick in die Entwicklung geben.

Uwe Frevert vom Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN), eine vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderte ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstelle (EUTB) im Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Kassel, wird die beschlossenen Neuregelungen und die rechtlichen Grundlagen vorstellen.

Marcel Renz, aus der Perspektive eines Betroffenen, und Dr. med. Florian Bornitz, aus der Sicht eines Klinikarztes, werden aufzeigen, warum die Assistenz im Krankenhaus so wichtig ist. Außerdem wird Ottmar Miles-Paul, Mitbegründer der ISL, Vorreiter der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung in Deutschland und Sprecher der Liga Selbstvertretung im Talk dabei sein und mitdiskutieren. Denn im Anschluss an die Präsentationen besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer Diskussionsrunde das Gesetz zu bewerten und darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten es gibt, es so zu reformieren, damit es wirklich allen zugute kommt, die eine Assistenz im Krankenhaus dringend benötigen.

Die Zugangsdaten zum kostenlosen Zoom-Meeting gibt's unter https://www.maik-online.org/onlinetalks.html. Dieser Talk wird aufgezeichnet und kann später auch im MAIK YouTube-Channel angesehen werden. Für die Teilnahme gibt es im Rahmen der "Registrierung beruflich Pflegender" zwei Fortbildungspunkte. Das Zertifikat kann unter panzer(at)deutschefachpflege.de angefordert werden, wie es in der Ankündigung der Veranstaltung heißt.

München (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgpqr78